de.wedoany.com-Bericht: Der Pinglu-Kanal hat kürzlich Chinas erste speziell für Wildtiere errichtete Ökobrücke über einen großen Schifffahrtskanal fertiggestellt. Die von der Autobahnplanungs- und Forschungsinstitut Co., Ltd. entworfene und von der Zweiten Straßen- und Brückenbau-Gesellschaft Co., Ltd. erbaute Brücke ist 240 Meter lang und 20 Meter breit. Sie soll Wildtieren wie dem Fleckenlinsang, der Bengalkatze und dem Rotbauchhörnchen einen sicheren Durchgang bieten.
Der Pinglu-Kanal beginnt in Nanning, Hengzhou, und endet in Qinzhou am Meer. Er ist etwa 134,2 Kilometer lang und die Fahrrinne ist für die regelmäßige Durchfahrt von 5.000-Tonnen-Schiffen ausgelegt. Er ist ein strategisches Projekt des neuen westlichen Land-See-Korridors. Der Kanalbau hat die ursprüngliche Landschaft verändert; die ursprünglich zusammenhängenden Bergketten wurden durchtrennt, wodurch die täglichen Bewegungs- und Fortpflanzungsrouten der lokalen Wildtiere unterbrochen wurden. Das Bauteam berücksichtigte dies bereits bei Baubeginn Anfang 2024 und schuf einen speziellen Korridor für Wildtiere, während gleichzeitig die Anforderungen an die Schifffahrt erfüllt wurden. Die Brückenwiderlager und Bogenfundamente befinden sich an den Kanalböschungen, die geologisch schwach und in einer Bruchzone liegen, was ein extrem hohes Baurisiko darstellt. Nach mehreren Runden von Planungsdurchläufen entschied sich das Team schließlich für eine 130,2 Meter weit spannende, oben liegende Stahlbeton-Bogenbrücke mit einer lichten Höhe von 19,5 Metern unter der Brücke. Die einfeldrige Überquerung des Flusses vermeidet die Beeinträchtigung der Fahrrinne und der Unterwasserökologie durch Brückenpfeiler.

Das Bauteam verfeinerte das Brückendesign basierend auf den Gewohnheiten der Wildtiere: Die Linienführung der Brücke und die Anschlussneigungen wurden wiederholt optimiert, um einen sanften und reibungslosen Durchgang zu schaffen und die Bereitschaft der Tiere, die Brücke zu nutzen, zu erhöhen. Die Brückenoberfläche wird nicht asphaltiert, sondern mit 80 cm dicker, einheimischer Pflanzerde bedeckt. Es werden einheimische Bäume wie die Kleinblättrige Feige und der Japanische Blüten-Hartriegel sowie fruchttragende Bäume gepflanzt. Gleichzeitig werden natürliche Deckungsbereiche und kleine Wasserstellen geschaffen, um eine „Mikro-Waldökologie mit Schatten, natürlicher Nahrung und Versteckmöglichkeiten“ zu bilden. Die Brückenoberfläche ist im Layout „zwei Abschnitte + drei Linien + mehrere Knotenpunkte“ gestaltet, das an die unterschiedlichen Bewegungsgewohnheiten der Wildtiere angepasst ist. Das Projekt führte in Zusammenarbeit mit Zoologen die Hauptbauarbeiten über einen Zeitraum von 21 Monaten durch.

Heute steht diese Ökobrücke still und erhaben am Ufer des Pinglu-Kanals. Ohne den Lärm des Verkehrs wartet die Pflanzerde auf der Brückenoberfläche darauf, dass die Vegetation Wurzeln schlägt und den Wildtieren einen sicheren Migrationskorridor bietet.






