de.wedoany.com-Bericht: Das Parlament der zu Großbritannien gehörenden Shetland-Inseln hat kürzlich einen Vorschlag gebilligt, der die nächste Phase des „Programms zur Verkehrsanbindung zwischen den Inseln“ vorantreibt. Kern des Vorhabens ist der Bau von Unterwassertunneln zwischen einigen der Inseln.

Der Vorschlag umfasst die Weiterentwicklung einer festen Verbindung zwischen Unst und Yell sowie die Bereitstellung einer speziellen Fähre für Fetlar mit verlängerten Betriebszeiten. Kurzfristig wird das Parlament in den Fährdienst über den Bluemull Sound investieren. Für Bressay und Whalsay werden die Investitionen in den Fährdienst fortgesetzt, mit der Zusage einer langfristigen festen Verbindung.
Die Abgeordneten haben zudem die Bereitstellung von bis zu 200.000 Pfund aus dem bestehenden Haushalt für das Projekt genehmigt, einschließlich weiterer Forschungsmittel und der Bewertung von Finanzierungsoptionen. Im nächsten Schritt wird ein „Entwurf des Umsetzungsfahrplans“ erstellt, der im September dem Parlament vorgelegt werden soll. Dieses umfasst einen gestaffelten 30-Jahres-Investitionsplan sowie eine übergeordnete Kostenübersicht.
Das derzeitige Fährnetz zwischen den Shetland-Inseln steht vor einer Reihe betrieblicher Herausforderungen, darunter stark gestiegene Betriebskosten (im Haushaltsjahr 2024/25 auf 25 Millionen Pfund gestiegen), eine alternde Flotte (Durchschnittsalter 32,5 Jahre), Schwierigkeiten bei der Anwerbung und Bindung von Besatzungen sowie unzureichende Deckkapazitäten auf mehreren wichtigen Routen.
Die Parlamentsvorsitzende Emma Macdonald erklärte nach der Sitzung, dass bei Unterstützung durch die schottische und die britische Regierung möglicherweise bereits in acht Jahren Fahrzeuge durch einen Tunnel auf den Shetland-Inseln fahren könnten. Sie wies darauf hin, dass Inseln mit fester Verbindung eine Rückkehr der Bevölkerung, Wirtschaftswachstum und einen Rückgang des Durchschnittsalters erleben würden. Derzeit sei es entscheidend, weiterhin nach potenziellen externen Mitteln zu suchen; das Team werde hierzu bei der Vorlage des „Entwurfs des Umsetzungsfahrplans“ im September Bericht erstatten. Sie betonte, dass Untätigkeit keine Option sei – sowohl Fähren als auch Tunnel seien notwendig, um das Potenzial der Shetland-Inseln freizusetzen, und sowohl die schottische als auch die britische Regierung hätten ein berechtigtes Interesse daran, dieses Ziel zu verwirklichen.






