de.wedoany.com-Bericht: Der türkische Stahlexportverband (Turkish Steel Exporters' Association) erklärte, dass das von der EU neu eingeführte Stahlimportsystem dem Land jährliche Exportverluste von rund 3,5 Millionen Tonnen bescheren könnte. Das am 1. Juli in Kraft getretene System kürzt die zollfreien Stahlimportkontingente der EU um etwa 47 % und erhöht den Zollsatz für Kontingentüberschreitungen auf 50 %.
Verbandspräsident Uur Dalbeler wies bei der Bewertung des neuen Systems darauf hin, dass die Kontingentmenge nahezu halbiert wurde, was voraussichtlich jährliche Exporteinnahmeverluste von rund 3 Milliarden Dollar verursachen werde. Dalbeler betonte, dass die türkische Stahlindustrie ihre Märkte außerhalb Europas ausweiten müsse, um die erwarteten Verluste auszugleichen, und die Steigerung der Geschäftsaktivitäten in Ersatzmärkten als Priorität betrachten sollte. Er erwähnte auch, dass die türkischen Stahlimporte im Jahr 2025 im Jahresvergleich um 13,9 % auf 32,9 Millionen Tonnen gestiegen seien, und forderte Maßnahmen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie auf dem Inlandsmarkt.
Die Finanzmarktexpertin Iris Cibre äußerte sich ebenfalls zu den Auswirkungen des neuen Kontingentsystems. Cibre erklärte, dass die türkischen Stahlexporte in die EU im Jahr 2018 trotz des Kontingentsystems 7,5 Millionen Tonnen erreicht hätten, während die Exportmenge im Jahr 2025 bei 6 Millionen Tonnen mit einem Wert von 4,26 Milliarden Dollar lag. Sie ist der Ansicht, dass strengere Importbeschränkungen zu jährlichen Stahlexportverlusten von rund 2 Milliarden Euro führen könnten.






