de.wedoany.com-Bericht: Die Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) hat eine Finanzierung in Höhe von 100 Millionen Real für die Piauí Níquel Metais SA genehmigt. Die Mittel dienen dem Erwerb von Maschinen, Anlagen und industriellen Dienstleistungen zur Herstellung von hochreinen Nickel- und Kobaltpräzipitaten. Das Werk befindet sich in der Gemeinde Capitão Gervásio Oliveira im Bundesstaat Piauí. Die Produktionsrohstoffe werden in der Elektrofahrzeugindustrie, der erneuerbaren Energieerzeugung und der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt.

Die Mittel stammen aus der BNDES-Kreditlinie für Maschinen und Dienstleistungen und können für den Kauf inländischer Maschinen, Industriesysteme, Komponenten, Produkte der Informations- und Automatisierungstechnik sowie inländischer Dienstleistungen und importierter Anlagen ohne inländische Alternativen verwendet werden. BNDES-Präsident Aloizio Mercadante erklärte, dass der Geschäftsplan des Unternehmens eines der im Rahmen der von BNDES und der brasilianischen Forschungs- und Projektförderungsagentur (Finep) im Jahr 2025 initiierten öffentlichen Ausschreibung für strategische Mineraltransformationen ausgewählten Projekte sei.
Die Piauí Níquel Metais SA ist eine Tochtergesellschaft der Brazilian Nickel Limited und in Brasilien ansässig. Sie produziert hauptsächlich hochreine Nickel- und Kobaltpräzipitate. Ihr Kernprodukt ist Mixed Hydroxide Precipitate (MHP), ein Zwischenprodukt, das als Rohstoff für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriekomponenten für Elektrofahrzeuge oder als Ausgangsmaterial für Edelstahl und andere Legierungen dient. Neben Batterien gelten Nickel und Kobalt als kritische Mineralien, die für die Herstellung von Windkraftanlagen und Energiespeichersystemen unerlässlich sind.
Mark Travers, CEO von Brazilian Nickel, erklärte, die Welt brauche eine Diversifizierung der Lieferketten. Das Nickelprojekt in Piauí werde Brasilien zu einem wettbewerbsfähigen und verantwortungsvollen globalen Lieferanten machen. Das Projekt plant eine jährliche Produktion von 27.000 Tonnen Nickel und 900 Tonnen Kobalt, der Produktionsstart ist für 2028 vorgesehen. In der für 2029 geplanten Betriebsphase wird das Erz durch Reinigungs- und Direktfällungsverfahren verarbeitet, bei denen Nickel und Kobalt gemeinsam als feuchter Feststoff, das MHP, ausgefällt werden. Dieses Produkt hat einen durchschnittlichen Nickelgehalt von 48 % bis 50 % und einen Kobaltgehalt von 2 % und wird auf dem Weltmarkt vermarktet. Das Haufenlaugungsverfahren wird aufgrund der hohen Wasserrecyclingrate, der geringen Energieintensität, der niedrigen Emissionen und der geringen Feststoffabfallproduktion als kohlenstoffarme Technologie eingestuft. Die Verhandlungen mit der Bank wurden von der Infrastrukturberatung Alvarez & Marsal Infra begleitet.










