Bauprojekt für Unterseekabel in sechs westafrikanischen Ländern tritt in die Ausschreibungsbewertungsphase ein
2026-07-14 18:15
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de.wedoany.com-Bericht: In jüngster Zeit haben die Vertreter der beteiligten Länder der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) in Abuja, Nigeria, die technischen Lösungen und Finanzangebote für das Amílcar Cabral Unterseekabel-Projekt bewertet. Das Projekt hat sich von vorbereitenden Phasen wie Machbarkeitsstudien und grenzüberschreitender Koordinierung zur Auswahlphase für Bauunternehmer entwickelt. In der Folge werden die Planung, Herstellung, Verlegung des Unterseekabels sowie der Bau der Landestationen durchgeführt.

Das Amílcar Cabral Unterseekabel ist mit einer geplanten Länge von etwa 3.555 Kilometern vorgesehen. Es nutzt Kap Verde als regionalen Verbindungsknoten und erstreckt sich nach Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Sierra Leone und Liberia. Geplant ist zudem der Anschluss an das EllaLink-Unterseekabelsystem, das Europa, Kap Verde und Brasilien verbindet. Nach Fertigstellung des Projekts wird zwischen den sechs westafrikanischen Ländern ein zusätzlicher unabhängiger internationaler Kommunikationskanal entstehen.

Derzeit sind die internationalen Kommunikationsverbindungen von Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Sierra Leone und Liberia stark vom ACE-Unterseekabel abhängig. Bei einem Ausfall dieses einzelnen Kabels könnten Mobilfunk, Banktransaktionen, Regierungsnetzwerke und Unternehmensdaten beeinträchtigt werden. Laut Projektunterlagen der Weltbank wird das Amílcar Cabral-Kabel in einer öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert. Die erste Bauphase umfasst die Infrastruktur für die Unterseekommunikation in Gambia und Guinea sowie die Vorbereitung von Transaktionen und Bauarbeiten für die anschließenden regionalen Strecken.

Die aktuelle Bewertung umfasst Aspekte wie Kabeltrassenplanung, Verlegung auf dem Meeresboden, Anschluss an Landestationen, Betrieb und Wartung sowie Fehlerumschaltung. Nach der Festlegung des Bauplans wird das Projekt von der administrativen Vorbereitung zur physischen Umsetzung übergehen. Dies wird in Märkten mit relativ schwacher Kommunikationsinfrastruktur wie Guinea-Bissau, Liberia und Sierra Leone die Nachfrage nach Seekabelausrüstung, Landestationssystemen, optischen Übertragungsgeräten und zugehöriger Stromversorgungsinfrastruktur erhöhen.

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