de.wedoany.com-Bericht: Die von Anthropic gemeinsam mit Blackstone, Hellman & Friedman, Goldman Sachs und anderen Institutionen gegründete KI-Implementierungsfirma Ode hat offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Das Unternehmen wird mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Ode-CEO Chris Taylor erklärte: „Wenn alles richtig umgesetzt wird, kann man sich leicht vorstellen, dass sich daraus eines Tages ein Billionen-Dollar-Unternehmen entwickelt."
Dieser Schritt steht im Einklang mit der früheren Gründung der The Deployment Company durch OpenAI und spiegelt wider, dass führende KI-Labore erkennen, dass der Schlüssel zur Gewinnung von Unternehmenskunden nicht mehr nur in der Bereitstellung besserer Modelle liegt.
Ode wurde ursprünglich von der Blackstone Group konzipiert. Blackstone stellte fest, dass bei der Einführung von KI in ihren Portfoliounternehmen durch große Beratungsfirmen und kleine KI-Service-Boutiquen eine Marktlücke bestand. Eine dieser Boutiquen – das KI-Engineering-Startup Fractional AI – zeichnete sich durch herausragende Leistungen aus und wurde kurz nach der Ankündigung des Joint Ventures übernommen. Fractional AI beendete zum Zeitpunkt der Übernahme eine elfmonatige Zusammenarbeit mit OpenAI.
Fractional AI ist zur Grundlage von Ode geworden, das sich als skalierte Boutique-KI-Dienstleistungsfirma positioniert. Taylor erläuterte die zentrale Herausforderung des Geschäfts: Wie kann die Servicequalität bei gleichzeitigem Streben nach hohem Wachstum aufrechterhalten werden?
Ode beschäftigt derzeit 100 Ingenieure und arbeitet eng mit dem angewandten KI-Team von Anthropic zusammen, um die Auswirkungen der Technologie auf das Geschäft zu identifizieren und Systeme für den Betrieb der jeweiligen Organisationen maßzuschneidern. Das interne Team von Anthropic konzentriert sich weiterhin auf strategische, missionsorientierte Implementierungen. Die Private-Equity-Firmen, die Ode unterstützen, werden ihre Portfoliounternehmen als potenzielle Kunden an das Joint Venture verweisen, aber der Serviceverkauf von Ode ist nicht darauf beschränkt.
Taylor sagte, der ideale Kunde für Ode sei ein Unternehmen, dessen CEO sich zu diesem Engagement bekenne. Ode befolgt das Claude-First-Prinzip, was bedeutet, dass es nach Möglichkeit die Technologie von Anthropic einsetzen wird, einschließlich Funktionen wie Claude Tag in Slack, aber bei Bedarf auch KI-Produkte von Wettbewerbern verwenden wird. Eddie Siegel, CTO von Ode und Mitbegründer von Fractional AI, wies darauf hin, dass das Geheimnis des Joint Ventures in der Implementierungsqualität und der Fähigkeit liege, maßgeschneiderte Lösungen für Geschäftsprobleme zu entwickeln. Er betonte die Bedeutung der Modellauswahl, hielt sie jedoch nicht für den Kern der Arbeit.
Taylor fügte hinzu, dass die Überzeugung hinter Ode sei, dass Nicht-KI-Unternehmen, die die Technologie auf die richtige Weise einsetzen, zu den großen Gewinnern der KI-Welle gehören würden. Er ist der Ansicht, dass der Einsatz von KI zur Neugestaltung von Kernprozessen oder Kundenerfahrungen die Hilfe von erstklassigen angewandten KI-Talenten erfordere, über die die meisten Unternehmen nicht verfügten.
Ode beschreibt sein Team als Elite-Universal-Softwareingenieure, von denen mehr als die Hälfte ehemalige Gründer sind. Das Ziel des Teams ist es, weiterhin kontinuierlich zu skalieren, auch auf internationaler Ebene, während es seine Boutique-Positionierung beibehält. Dies soll unter anderem durch kontinuierliche Bewertungen erreicht werden, um die geschäftlichen Auswirkungen der KI-Implementierung zu messen. Angesichts der Knappheit an erstklassigen Ingenieurtalenten ist die Aufrechterhaltung und Entwicklung solcher Teams jedoch eine Herausforderung. Ode muss nicht nur mit der The Deployment Company von OpenAI konkurrieren, sondern auch mit Beratungsriesen wie Deloitte und Accenture, die bereits eigene Teams aufgebaut haben.
Siegel macht sich keine Sorgen um den Pool qualifizierter Ingenieure. Er glaubt, dass Unternehmer durch die ganzheitliche Lösung von Problemen und die Förderung des Geschäfts eine Vielzahl von Fähigkeiten erlernen, die zu Ode passen. Der Erfolg von Ode und seinen Unterstützern hängt davon ab, ob KI-Modelle erfolgreich in großen Unternehmen weltweit implementiert werden können.










