de.wedoany.com-Bericht: Im nationalen Industriepark Saemangeum in Südkorea wird eine Unterseekabel-Landestation errichtet, ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem Drehkreuz für KI-Rechenzentren. Die Landestation dient dem 8.900 Kilometer langen Asia United Gateway East (AUG East)-System. Vergangene Woche unterzeichneten die Saemangeum Development and Investment Agency, die Autonome Sonderprovinz Jeonbuk, die Stadt Gunsan, die Korea Rural Community Corporation und das südkoreanische Telekommunikationsunternehmen Dreamline eine entsprechende Investitionsvereinbarung. Dreamline entschied sich für Saemangeum aufgrund der günstigen See- und Landverkehrsanbindung sowie der vorhandenen industriellen Basis.

Das Projekt erweitert die Kommunikations-infrastruktur an die Westküste Südkoreas und trägt zur Stärkung der Redundanz des nationalen Netzes bei. Derzeit konzentriert sich der Großteil der digitalen Infrastruktur Südkoreas auf Busan und Geoje im Südosten. Die Landestation wird dem Netz zusätzliche Resilienz verleihen. Die Anlage wird auf Block 2 des Industrieparks errichtet, der Baubeginn ist für Januar 2027 geplant, der vollständige Betrieb der Telekommunikationsdienste soll 2029 aufgenommen werden. Die Saemangeum Development and Investment Agency gab keine genauen Investitionssummen bekannt.
Die Unterseekabel-Landestation dürfte eine Reihe bedeutender Investitionen anziehen, darunter das von der Hyundai Motor Group geplante KI-Rechenzentrum im Wert von 9 Billionen Won (etwa 6,3 Milliarden US-Dollar), das ebenfalls im nationalen Industriepark Saemangeum angesiedelt werden soll. Für latenzempfindliche KI-Workloads ist die Nähe zu internationalen Kommunikationslandepunkten ein entscheidender Vorteil. Moon Sung-yo, Leiter der Saemangeum Development and Investment Agency, erklärte, dass die Vereinbarung Saemangeum über die traditionelle Rolle eines Fertigungsstandorts hinaus zu einem globalen digitalen Kommunikationsportal mache. Dies werde die Grundlage für ein neues, auf KI und Rechenzentren basierendes Industrieökosystem schaffen und Synergien mit fortschrittlichen Unternehmen wie der Hyundai Motor Group ermöglichen.
Han Yun-jae, CEO von Dreamline, bestätigte, dass das Unternehmen eine auf KI- und Rechenzentrumsbetrieb optimierte Hochgeschwindigkeits- und Niedriglatenz-Infrastruktur bereitstellen werde, um Saemangeum zu einem führenden digitalen Knotenpunkt in Südkorea zu machen. Das AUG East-System soll acht Länder verbinden, darunter Singapur, Indonesien, Taiwan, Südkorea und Japan. Das Projekt wird von einem Konsortium aus elf Unternehmen angeführt, mit NEC als Lieferant, und nutzt ein System mit hoher Faserpaar-Dichte, um ausreichende Bandbreitenkapazitäten zu gewährleisten.










