Brasiliens Oberstes Wahlgericht arbeitet mit KI-Sprachfirma ElevenLabs zusammen, um Wahl-Stimmklonen zu verhindern
2026-07-17 13:57
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de.wedoany.com-Bericht: Das Oberste Wahlgericht Brasiliens (Tribunal Superior Eleitoral, TSE) gab am 16. Juli 2026 bekannt, eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen KI-Sprachunternehmen ElevenLabs eingegangen zu sein. Beide Seiten werden gemeinsam gegen Desinformationsaktivitäten vorgehen, bei denen während der brasilianischen Wahlen 2026 mithilfe von KI-Technologie die Stimmen von Präsidentschaftskandidaten, Gouverneurskandidaten, Richtern des Obersten Bundesgerichts und anderen Autoritätspersonen geklont werden.

Das Oberste Wahlgericht ist das höchste Justizorgan Brasiliens, das für die Organisation und Überwachung der nationalen Wahlen zuständig ist. ElevenLabs ist ein auf KI-Sprachtechnologie spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in den USA, das sich auf die Entwicklung von auf Deep Learning basierenden Sprachsynthese- und Klonwerkzeugen konzentriert. Gemäß der Vereinbarung wird das TSE ElevenLabs eine geschützte Liste mit öffentlichen Personen zur Verfügung stellen, deren Stimmen nicht geklont werden dürfen. Nach Erhalt der Liste wird ElevenLabs seine „No-Go“-Ressourcenfunktion aktivieren, um jeden Versuch zu blockieren, die Stimmen auf der Liste über seine Plattform zu klonen.

Beide Seiten haben zudem einen direkten Kommunikationskanal eingerichtet, damit das TSE überprüfen kann, ob bestimmte digitale Inhalte mit auf der ElevenLabs-Plattform generierten Stimmen erstellt wurden. Darüber hinaus kann das TSE die Sprach-zu-Text- und Text-zu-Sprach-Tools von ElevenLabs für seinen virtuellen Assistenten nutzen, um über Sprache mit der Öffentlichkeit zu interagieren. ElevenLabs wird dem TSE während des Wahlzeitraums kostenlosen Zugang zu seiner Plattform gewähren.

Diese Zusammenarbeit ist eine wichtige Maßnahme des Obersten Wahlgerichts Brasiliens, um den potenziellen Bedrohungen der Wahlintegrität durch KI zu begegnen. Durch technische Maßnahmen, die böswilliges Klonen der Stimmen öffentlicher Personen verhindern, können Störungen des Wahlprozesses durch die Verbreitung von Desinformation reduziert werden. Dieses Kooperationsmodell bietet auch anderen Ländern ein Referenzbeispiel für die Prävention von KI-generierten Desinformationen während Wahlen.

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