Slowakische Aluminiumhütte Slovalco plant Investition von 100 Millionen Euro zur Wiederaufnahme von 75.000 Tonnen Aluminiumkapazität
2026-07-18 14:30
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de.wedoany.com-Bericht: Die Aluminiumhütte Slovalco hat mit der slowakischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, die die Wiederaufnahme von 75.000 Tonnen Primäraluminiumkapazität ermöglicht.

Diese Vereinbarung markiert einen wichtigen Fortschritt für Slovalco auf dem Weg zur vollständigen Wiederaufnahme des Betriebs. Die Kapazität wurde 2022 aufgrund hoher Strompreise reduziert. Die Vereinbarung legt die langfristigen Rahmenbedingungen für die Aluminiumproduktion fest, einschließlich eines Kompensationsmechanismus für indirekte CO₂-Kosten im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS). Darüber hinaus hat Slovalco einen langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA) mit der Vodohospodárska výstavba, š.p. abgeschlossen.

Die Entscheidung zur Wiederaufnahme von Slovalco steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des aktualisierten slowakischen Programms zur Kompensation indirekter CO₂-Kosten (ICC) durch die Europäische Kommission.

Slovalco wird 100 Millionen Euro in die Wiederaufnahme der Produktion investieren, was über 200 Arbeitsplätze in der Region sichern wird. Die Aluminiumproduktion soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 anlaufen.

Die genannte Vereinbarung ermöglicht die Wiederaufnahme der ersten 75.000 Tonnen der gesamten Jahreskapazität von 175.000 Tonnen des Werks. Die Wiederaufnahme der restlichen 100.000 Tonnen hängt von den Rahmenbedingungen nach 2030 und zusätzlichen Stromverträgen ab.

Eivind Kallevik, Vorstandsvorsitzender und CEO von Hydro, erklärte, dass Aluminium für die europäische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sei und alle Bereiche abdecke, darunter Stromnetze, erneuerbare Energien, Verkehr, Verteidigung und Infrastruktur. Die Vereinbarung über Slovalco sei sowohl für die Slowakei als auch für ganz Europa von großer Bedeutung.

Die Aluminiumkapazität in der EU steht weiterhin unter dem Druck hoher Energiekosten und zunehmender globaler Wettbewerbsfähigkeit. Seit 2022 wurden 50 % der Aluminiumkapazität in der EU reduziert.

Kallevik erklärte, Slovalco sei eine energieeffiziente Aluminiumhütte mit einer Jahreskapazität von 175.000 Tonnen und habe das Potenzial, einen bedeutenden Anteil der heimischen Primäraluminiumproduktion in der EU wiederherzustellen. Die Wiederinbetriebnahme dieser Hütte werde die industrielle Resilienz Europas stärken, die Abhängigkeit von Importen verringern und europäischen Kunden Aluminium mit deutlich geringeren CO₂-Emissionen als dem globalen Durchschnitt liefern.

Vorhersehbare und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seien für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Aluminiumproduktion von entscheidender Bedeutung, insbesondere der langfristige Zugang zu bezahlbarem Strom und die Kompensation indirekter CO₂-Kosten auf Basis des ETS, während globale Wettbewerber diese Kosten nicht tragen müssten.

Kallevik erklärte, die europäischen Behörden müssten einen ausgewogenen politischen Rahmen sicherstellen, der es Instrumenten wie dem CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM) und der Kompensation indirekter CO₂-Kosten im Rahmen des ETS ermögliche, Carbon Leakage zu verhindern und die kohlenstoffarme Industrie Europas zu schützen.

Hydro hält einen Anteil von 55,3 % an der Aluminiumhütte Slovalco, die Penta Investments Group hält 44,7 %. Die Entscheidung zur Reduzierung der Primäraluminiumproduktion wurde im August 2022 getroffen.

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