de.wedoany.com-Bericht: Der chinesische Automobilhersteller Li Auto hat ein Die Shot des selbst entwickelten KI-Chips für Fahrzeuge, Mach M100, veröffentlicht und damit erstmals die interne Transistoranordnung und Modulaufteilung seines 5-nm-Datenflussarchitektur-Chips gezeigt.
Aus der Die-Aufnahme geht hervor, dass die Die-Fläche des Mach M100 etwa 400 Quadratmillimeter beträgt. Auf der linken Seite des Chips sind ein 24-Kern-A78AE-CPU-Cluster, ein 8-Kanal-LPDDR5X-Speichercontroller und mehrere IO-Module integriert. Die rechte Seite, die fast die Hälfte der Fläche einnimmt, besteht aus einem 56-Kern-NPU-Rechenarray, das aus 14 Clustern und 56 unabhängigen Tile-Einheiten aufgebaut ist, wobei jedes Tile mit 2 MB schnellem SRAM-Cache ausgestattet ist. Der Chip verwendet eine selbst entwickelte dynamische Datenflussarchitektur, bei der Daten direkt in die Recheneinheiten eingespeist werden können, um den Datenübertragungsaufwand zu reduzieren.
Der Mach M100 ist der weltweit erste KI-Chip für Fahrzeuge mit dynamischer Datenflussarchitektur. Er basiert auf einem 5-nm-Fahrzeugprozess, bietet eine KI-Rechenleistung von 1280 TOPS pro Chip und eine Recheneffizienz von 82 %. Die kombinierte Gesamtrechenleistung eines Dual-Chip-Setups erreicht 2560 TOPS und unterstützt damit Szenarien wie intelligentes Fahren, fahrzeuginterne große Modelle und intelligente Agenten. Der Chip befindet sich bereits in Massenproduktion und wird in den neuen Modellen Li L9, L8 und L6 verbaut. Die Veröffentlichung des Dies bestätigt zudem das Designkonzept von Li Auto für selbst entwickelte Chips – „große NPU, abgeschwächter traditioneller Cache“ –, das durch architektonische Innovationen die Effizienz der KI-Verarbeitung im Fahrzeug steigert, anstatt dem branchenüblichen Ansatz der GPU-Modifikation zu folgen.
Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Veröffentlichung des vollständigen Die-Bildes eine erhöhte Transparenz der technischen Informationen von Li Auto bei der Chipentwicklung bedeutet. Die Datenflussarchitektur wurde bereits auf akademischen Konferenzen wie ISCA und der CCF-Chipkonferenz validiert, was einen weiteren Beleg für die Förderung der Autonomie bei leistungsstarken Fahrzeugchips durch chinesische Automobilhersteller darstellt.










