de.wedoany.com-Bericht: Die beiden von Goldwind im australischen Bundesstaat New South Wales geleiteten Wind- und Speicherprojekte Baldon und Coppabella wurden im Juli dieses Jahres in die von der australischen Regierung veröffentlichte nationale Liste prioritärer erneuerbarer Energieprojekte aufgenommen. Das Baldon-Wind- und Speicherintegrationsprojekt hat offiziell die Generator Performance Standards (GPS)-Zertifizierung von der australischen Energiemarktbehörde AEMO und dem Übertragungsnetzbetreiber Transgrid erhalten. In der Branche gilt Australien, insbesondere New South Wales, als eines der am schwierigsten anzuschließenden Stromnetze der Welt. Dass zwei Wind- und Speicherprojekte nacheinander von der Regierung akzeptiert wurden, ist äußerst selten.

Das australische Stromnetz gilt als einer der strengsten und komplexesten Märkte für Netzanschlussverfahren weltweit. Vom Start bis zur Erlangung der Netzanschlussgenehmigung dauert es in der Regel ein bis zwei Jahre. Die sich ständig weiterentwickelnden australischen National Electricity Rules (NER) bieten zwar einen einheitlichen Rahmen, werden jedoch tatsächlich von den Netzbetreibern der sechs Bundesstaaten und Territorien betrieben, wobei die Anschlussanforderungen regional variieren. Der Antrag auf Netzanschluss eines Projekts muss gemeinsam von der australischen Energiemarktbehörde (AEMO) und den lokalen Netzbetreibern geprüft werden, was die Komplexität des Netzanschlusses erheblich erhöht und die Anforderungen an die technische Konformität ständig verschärft. Die australischen Projektnetzstandards (GPS) können nicht mit einer einheitlichen Vorlage angewendet werden, sondern müssen von Entwicklern, Netzbetreibern und AEMO für jedes spezifische Projekt „maßgeschneidert" werden. Die Projektverantwortlichen müssen sich bereits in der Antragsphase für den Netzanschluss intensiv einbringen, Tests wie DMAT und SSIAG durchführen, spezifische Tests zur Modellgenauigkeit und Anpassungsfähigkeit an sehr schwache Netze durchführen, wobei die Gesamtzahl der simulierten Betriebszustände in die Tausende gehen kann. Diese hohen Anforderungen an die individuelle Anpassung unter strengen Standards führen zu enormen technischen Vorabinvestitionen und stellen ein unüberwindbares Hindernis für den Anschluss neuer Energieprojekte an das australische Stromnetz dar.
Dass das Baldon-Projekt eine so hohe Eintrittsbarriere überwinden konnte, verdankt es innovativen technologischen Ansätzen. Die erste Phase des Projekts plant 346 Megawatt Windkraft, gekoppelt mit 132 Megawattstunden Gleichstrom-gekoppeltem Speicher, und ist eines der ersten Projekte in Australien, das netzbildende Windkraft mit großflächigem Gleichstrom-gekoppeltem Speicher kombiniert. Windkraft und Speicher teilen sich ein Steuerungssystem, was sich von der in der Branche üblicheren einfachen Parallelschaltung auf der Wechselstromseite unterscheidet. Die Gleichstromkopplung von Wind und Speicher reduziert durch ein integriertes Design die Anzahl der Netzanschlusspunkte, verringert den Prüfungsprozess und die Schwierigkeit des Netzanschlusses erheblich und wird so zu einer „netzfreundlichen" Stromquelle, die vom Netz leichter akzeptiert wird. Dass das Projekt vom australischen Stromnetz „grünes Licht" bekommen hat, spiegelt die signifikanten technologischen Vorteile der Gleichstromkopplungsroute im Bereich der Netzfreundlichkeit wider. Die Seltenheit dieses Ansatzes zeigt sich auch in der siebten Ausschreibungsrunde des lokalen Capacity Investment Scheme (CIS): Von den 19 ausgewählten Projekten waren nur zwei Gleichstrom-Netzanschlussprojekte, die restlichen 17 waren konventionellere Wechselstrom-Netzanschlusslösungen. Ein Führungskraft von Lumea, einer Tochtergesellschaft von Transgrid, bewertete, dass der Gleichstromkopplungsansatz der wachsenden Nachfrage der Branche nach Netzstabilität und Resilienzunterstützung entgegenkommt.
Die GPS-Zertifizierung löst das technische Problem „ob ein Netzanschluss möglich ist", während die nationale Prioritätenliste eine Anerkennung auf einer anderen Ebene darstellt. Diese Liste wird gemeinsam von der Bundesregierung und den Landesregierungen erstellt, um Energieprojekte von strategischer Bedeutung für das Land zu identifizieren. Die Aufnahme ermöglicht eine konzentriertere regulatorische Koordination und beschleunigte Genehmigungsverfahren. Die gleichzeitige Aufnahme von Baldon und Coppabella zeigt, dass die Goldwind-Gleichstromkopplungstechnologie für Wind und Speicher in Australien nicht nur von den technischen Abteilungen anerkannt wird, sondern auch eine umfassende Anerkennung auf nationaler Ebene durch soziale und wirtschaftliche Sektoren erhalten hat. New South Wales ist nur ein Beispiel, das ein gemeinsames Problem der globalen erneuerbaren Energien widerspiegelt: Woher kommt die „Steifigkeit" des Stromnetzes, nachdem die Durchdringungsrate einen kritischen Punkt überschritten hat? Der Entwicklungswert der Erneuerbare-Energien-Industrie liegt nicht in erster Linie in der installierten Kapazität, sondern darin, wie viel tatsächlich an das Netz angeschlossen wird und wie viele praktische Anwendungsszenarien letztendlich realisiert werden. Egal wie groß die Zellkapazität, wie hoch die Lade- und Entladeeffizienz oder wie niedrig die Systemkosten sind – wenn das Netz sie nicht akzeptiert, sind sie alles nur schöne Dekoration. Der innovative Ansatz der Gleichstromkopplung greift tatsächlich das grundlegende Bedürfnis des neuartigen Stromsystems auf – Netzfreundlichkeit. Für Investoren liegt die grundlegende Fähigkeit im Wettbewerb darin, immer am Tisch zu bleiben, und die Chance, die erste Karte auszuspielen, wird oft durch gezielte Innovationen wie die Gleichstromkopplung gewonnen.










