de.wedoany.com-Bericht: Die spanische Netzgesellschaft Red Eléctrica wird im Juli den Transport von sieben Hochspannungs-Leistungstransformatoren starten. Die Geräte werden vom Hafen Bilbao zur Konverterstation in Gatika (Biskaya) gebracht, die für das Stromverbundprojekt zwischen der Biscaya und Frankreich errichtet wird. Der Transport ist Teil des Infrastrukturbaus zur Verbindung des iberischen und des französischen Stromsystems über eine 400-kV-Leitung.

Hitachi Energy ist als Auftragnehmer für den Transport der Transformatoren per Schiff zum rechten Ufer des Flusses Nervión in Bilbao verantwortlich. Anschließend werden die Geräte auf dem Landweg zur Konverterstation in Gatika befördert.
Jeder Transformator wiegt 315 Tonnen, ist 10 Meter lang, 4,7 Meter breit und 5 Meter hoch. Der Transport erfordert spezielle Maßnahmen; auf der Straße werden die Transformatoren einzeln mit mehrachsigen Spezialfahrzeugen bewegt.
Spezialtransport für die Stromverbindung
Red Eléctrica hat die Transportroute mit den zuständigen Straßenbaubehörden abgestimmt und plant, die Fahrten in verkehrsarmen Zeiten durchzuführen, um die Auswirkungen auf den Verkehr zu minimieren.
Die Verbindungsleitung wird Gatika über zwei 400-kV-Kabel mit Cubnezais bei Bordeaux in Frankreich verbinden. Die gesamte Strecke wird unterirdisch und auf dem Meeresboden verlegt, um die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Aufgrund der großen Länge der Leitung wird zur Reduzierung von Übertragungsverlusten die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie (HGÜ) eingesetzt. Die Konverterstationen an beiden Enden sind Schlüsselkomponenten des Systems, die die Verbindung mit den Wechselstromnetzen herstellen.
Konverterstationen und Erhöhung der Austauschkapazität
Die in diesen Konverterstationen installierten Transformatoren sind für die Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom verantwortlich, sodass die elektrische Energie sicher und effizient in das Übertragungsnetz eingespeist werden kann.
Das Projekt wird die Austauschkapazität zwischen den beiden Stromsystemen von 2.800 Megawatt auf 5.000 Megawatt nahezu verdoppeln. Dies entspricht den EU-Interkonnektivitätszielen, soll die Versorgungsqualität verbessern, die Effizienz der iberischen und französischen Systeme steigern und die weitere Integration erneuerbarer Energien fördern.
Die Maßnahme ist im aktuellen Planungsrahmen enthalten und wurde von der Europäischen Kommission als Vorhaben von gemeinsamem Interesse eingestuft. Das Projekt erhält finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung von der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) und der Europäischen Investitionsbank. Entwickelt wird das Projekt von Inelfe, einem Joint Venture von Red Eléctrica und ihrem französischen Pendant Réseau de Transport d'Électricité (RTE).










