de.wedoany.com-Bericht: Die Firma Lactalis Brasil empfing am Dienstag (21.) in ihrem Industriestandort in Bom Conselho (Bundesstaat Pernambuco) den brasilianischen Landwirtschaftsminister André de Paula, was die Geschäftspräsenz des Unternehmens in der nordöstlichen Region Brasiliens stärkt. Der Besuch des Ministers unterstreicht die Investitionen des Unternehmens im Bundesstaat, die zwischen 2020 und 2024 insgesamt 149,1 Millionen R$ betrugen. Während des Besuchs stellte das Unternehmen zudem ein Pilotprojekt zur Stromerzeugung aus Biomasse vor, das als entscheidender Schritt zur Erreichung der CO₂-Neutralität gilt.
Die Fabrik in Bom Conselho ist eine der modernsten von Lactalis in Brasilien und spielt eine strategische Rolle bei der Versorgung der nördlichen und nordöstlichen Regionen mit Milchprodukten. Sie produziert H-Milch, Joghurt, Milchgetränke, Butter und fermentierte Milch, was die Position des Bundesstaates Pernambuco als Schlüsselstandort für die Expansion des französischen multinationalen Konzerns auf dem brasilianischen Markt festigt.
Laut Unternehmensangaben konzentrierten sich die Investitionen der letzten Jahre hauptsächlich auf die Erweiterung der Produktionskapazität, die Modernisierung der Industrie und die Stärkung der regionalen Milchwirtschaftskette. Guilherme Portella, Direktor für Kommunikation, ESG, Regulierungs- und Unternehmensangelegenheiten bei Lactalis Brasil, erklärte, dass der Nordosten, insbesondere Pernambuco, eine strategische Position im Wachstumsplan des Unternehmens einnehme und Pernambuco für die Produktionsprojekte der kommenden Jahre von entscheidender Bedeutung sei. Derzeit betreibt das Unternehmen zwei Fabriken in Pernambuco, in Bom Conselho und Garanhuns, die insgesamt 548 direkte Arbeitsplätze schaffen. Diese Fabriken beziehen jährlich etwa 72 Millionen Liter Milch von 259 landwirtschaftlichen Betrieben, was die lokale Wirtschaft fördert und die Milchproduktion anregt.
Eine der wichtigsten Ankündigungen während des Besuchs war der Start eines Pilotprojekts zur Biomasseproduktion für die Stromerzeugung, das mit der globalen Strategie von Lactalis zur Erreichung der Netto-Null-Kohlenstoffemissionen bis 2050 übereinstimmt. Das Pilotprojekt soll zunächst im Werk Bom Conselho beginnen und später auf andere Standorte des Unternehmens in Brasilien ausgeweitet werden. Portella betonte, dass das Pilotprojekt in Bom Conselho starten werde und eine Ausweitung auf andere Regionen Brasiliens geplant sei. Die Initiative zielt darauf ab, industrielle Emissionen zu reduzieren, die Nutzung erneuerbarer Energien zu erweitern und die Umweltleistung der Produktionskette zu verbessern.
Lactalis ist seit elf Jahren in Brasilien tätig, gehört zu den größten Milchaufkäufern des Landes und der Welt und verfügt über eine der größten Industriestrukturen der Branche. Der Konzern betreibt derzeit 23 Fabriken in acht brasilianischen Bundesstaaten, bietet 14.500 direkte Arbeitsplätze und hält eine führende Position beim nationalen Milchaufkauf. Seit seinem Markteintritt in Brasilien hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über 5 Milliarden R$ in den Erwerb neuer Industrieanlagen, 3 Milliarden R$ in die Modernisierung und Erweiterung von Fabriken sowie 400 Millionen R$ in Feldprogramme zur Förderung der Milchwirtschaft investiert. Diese Investitionen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Milchwirtschaftskette zu steigern, die Rohstoffqualität zu verbessern und die Beziehungen zu den Landwirten zu stärken.
Neben der industriellen Expansion betont das Unternehmen, dass ein erheblicher Teil der Mittel direkt in die Stärkung der brasilianischen Milchproduktion geflossen sei, einschließlich technischer Hilfe, Verbesserung der Milchqualität, Schulung von Milchbauern, Innovation und nachhaltiger Entwicklung. Portella fasste zusammen, dass Lactalis seine globale Erfahrung nutze, um der brasilianischen Milchwirtschaft kontinuierliche Vorteile und Entwicklung zu bringen, im Einklang mit den lokalen Gemeinschaften stehe und sich verpflichte, qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen anzubieten. Mit dem Besuch des Landwirtschaftsministers und der Ankündigung neuer Nachhaltigkeitsprojekte festigt Pernambuco seine Position als eines der wichtigsten strategischen Zentren des Unternehmens in Brasilien, sowohl in der Produktion als auch bei der Umsetzung von Innovationen und Energieinitiativen im Milchsektor.










