Substack aus den USA startet in Zusammenarbeit mit Pangram die KI-Erkennungsfunktion
2026-07-22 10:19
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de.wedoany.com-Bericht: Die in Zusammenarbeit mit dem Sprachmodell-Team Pangram entwickelte KI-Erkennungsfunktion von Substack aus den USA ist ab sofort verfügbar. Sie ermöglicht es Lesern, auf der Plattform veröffentlichte Inhalte zu scannen und den Anteil zu ermitteln, der von künstlicher Intelligenz verfasst wurde.

Oberfläche der Substack-KI-Erkennungsfunktion auf drei Smartphones

Die Funktion gilt ab dem 21. Juli 2026 für Texte mit mehr als 100 Wörtern. Substack hat für Kreative zudem einen neuen Erklärungsbereich eingeführt, in dem klar angegeben werden kann, ob und wie KI-generierte Inhalte verwendet werden.

Die KI-Erkennungsfunktion ist ab sofort in der Webversion und auf iOS verfügbar; die Unterstützung für Android wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die wachsende Besorgnis über KI-generierte Inhalte auf Verlagsplattformen. In der Ankündigung kritisierte Substack die große Menge an KI-generierten Inhalten auf LinkedIn und prägte den Begriff „Claudefishing“, um die Erstellung falscher menschlicher Verbindungen durch minderwertige KI-Inhalte zu beschreiben.

Bildschirmfotos von drei Smartphones, die das KI-Erkennungstool von Substack in einem Beitrag mit dem Titel „“ in Aktion zeigen

Diese kritische Haltung birgt jedoch Risiken, da selbst die besten KI-Erkennungstools keine genaue Bewertung garantieren können. Der „Atlantic“ (The Atlantic) hat die Genauigkeit von KI-Erkennungstools, insbesondere von Pangram, untersucht und festgestellt, dass diese bei weitem nicht perfekt sind. Substack räumt in seinem Blogbeitrag ein, dass die von Pangram erkennbaren Inhalte Grenzen haben, und deutet an, dass weitere Funktionen rund um KI-Inhalte und Benutzerpräferenzen in Betracht gezogen werden.

Das Unternehmen betont, dass diese neuen Maßnahmen darauf abzielen, Erwartungen bei den Lesern zu setzen. Substack fasst seine Haltung in einem klaren Satz zusammen: „Die Menschen sollten wissen, was sie bekommen.“ Dieser Schritt steht im Einklang mit Substacks Bemühungen, Kreativen mehr Kontrolle zu geben. Zuvor hatte Substack bereits eine Funktion eingeführt, die es Kreativen ermöglicht, Kommentare besser zu verwalten, und zwar durch die Funktion „Antwortregeln“ (Reply Rules). Die Zusammenarbeit mit Pangram ist ein Schritt von Substack im Wettbewerb der Verlagsplattformen. Gleichzeitig innovieren Wettbewerber wie Beehiiv kontinuierlich und bieten Community-Funktionen und KI-Assistenten (AI Copilot) für Kreative an.

Dieser Schritt von Substack zeigt, dass Transparenz bei KI-Inhalten zu einer Priorität in der digitalen Verlagsbranche geworden ist. Mit dieser Erkennungsfunktion können Leser fundiertere Entscheidungen über die von ihnen konsumierten Inhalte treffen. Die gleichzeitige Einführung der Funktion im Web und auf iOS unterstreicht den Ernst, mit dem Substack auf die Bedürfnisse der Leser eingeht. Die spätere Unterstützung für Android wird sicherstellen, dass die meisten Nutzer auf der Plattform diese Funktion verwenden können.

Für Kreative bietet der neue Erklärungsbereich Flexibilität bei der Offenlegung ihrer KI-Nutzung. Dies hilft, Vertrauen beim Publikum aufzubauen und Missverständnisse über die Herkunft der Inhalte zu vermeiden. Die Herausforderung der Genauigkeit bleibt jedoch ein zentrales Problem. Substacks Eingeständnis der Grenzen von Pangram zeigt, dass sich die KI-Erkennungstechnologie noch in der Entwicklung befindet. Es wird empfohlen, dass Nutzer sich nicht vollständig auf die Erkennungsergebnisse verlassen.

Der von Substack eingeführte Begriff „Claudefishing“ erweitert das Vokabular in der Diskussion über KI-Inhalte. Der Begriff beschreibt die Praxis, KI zu nutzen, um echte menschliche Interaktionen zu imitieren – ein Phänomen, das auf Social-Media-Plattformen immer häufiger wird. Substack möchte sich durch diese Transparenz von anderen Plattformen abheben. Die Kritik an LinkedIn zeigt, dass Substack nicht offengelegte KI-Inhalte als ernstes Problem betrachtet, das gelöst werden muss.

In Zukunft deutet Substack die Einführung weiterer KI-bezogener Funktionen an. Obwohl konkrete Details noch nicht bekannt gegeben wurden, zeigt diese Entwicklungsrichtung, dass sich die Plattform kontinuierlich an die sich verändernde Inhaltslandschaft anpasst. Für Leser bietet diese KI-Erkennungsfunktion eine zusätzliche Informationsebene, um je nach persönlicher Präferenz zu entscheiden, ob sie vollständig von Menschen verfasste oder mit KI-Hilfe erstellte Inhalte lesen möchten.

Dieser Schritt von Substack ist ein Bemühen um mehr Transparenz im Zeitalter der KI-Inhalte. Obwohl noch nicht perfekt, setzt diese Initiative einen neuen Standard für andere Verlagsplattformen. Mit dieser Veröffentlichung möchte Substack ein gesünderes Ökosystem schaffen, von dem sowohl Leser als auch Kreative profitieren. Transparenz wird zum Schlüssel für den Aufbau von Vertrauen auf der Plattform. Die Zusammenarbeit mit Pangram zeigt auch, dass die Nutzung von Drittanbieter-Kooperationen eine effektive Lösung für technische Herausforderungen sein kann. Substack hat sich für die Zusammenarbeit mit Experten entschieden, anstatt eine interne Lösung zu entwickeln. Diese Entscheidung spiegelt Substacks pragmatische Haltung im Umgang mit KI-Inhaltsproblemen wider. Mit der Expertise von Pangram kann Substack eine zuverlässigere Funktion anbieten, als wenn sie diese selbst entwickelt hätte.

Für die digitale Verlagsbranche könnte dieser Schritt von Substack einen Präzedenzfall darstellen. Andere Plattformen könnten ähnliche Praktiken übernehmen, um den Anforderungen der Nutzer an Transparenz gerecht zu werden. Letztendlich wird der Erfolg der Funktion von der Akzeptanz durch Kreative und Leser abhängen. Substack hat die Werkzeuge bereitgestellt; nun liegt es an der Community, sie optimal zu nutzen. Die in Zusammenarbeit mit Pangram entwickelte KI-Erkennungsfunktion von Substack ist ein bedeutender Schritt nach vorne. Trotz ihrer Grenzen zeigt diese Initiative das Engagement der Plattform für Transparenz und Nutzervertrauen.

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