Spanien, Portugal und Frankreich: H2med-Wasserstoffkorridor geht in die Detailplanung – 2 Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr
2026-07-24 14:20
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de.wedoany.com-Bericht: Das Unterwasser-Pipelineprojekt BarMar, das Barcelona in Spanien mit Fos-sur-Mer in der Nähe von Marseille in Frankreich verbindet, hat die Phase der Detailplanung erreicht. Die rund 400 Kilometer lange Leitung ist Teil des europäischen H2med-Korridors. Portugal ist über das Unternehmen REN dem Konsortium beigetreten, das diese Phase eingeleitet hat. Das Projekt soll 2032 in Betrieb gehen und voraussichtlich jährlich zwei Millionen Tonnen Wasserstoff transportieren können. (Quelle: spanische Zeitung „El Economista“)

Deutschland und Frankreich haben zugesagt, im kommenden Jahr gemeinsam mit den iberischen Ländern und der EU-Kommission einen technischen und regulatorischen Rahmen zu erarbeiten, um die Risiken des südwestlichen Wasserstoffkorridors (H2med) zu reduzieren. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Projektentwicklung und -finanzierung zu fördern und Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Nachfrage, der Infrastrukturkosten sowie der Risikoverteilung zwischen Entwicklern, Staaten und Nutzern zu bewältigen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (German Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action) bekräftigte seine Unterstützung für den H2Med-Korridor, der den Transport von auf der iberischen Halbinsel produziertem erneuerbarem Wasserstoff nach Mitteleuropa vorsieht. Das Ministerium prognostiziert, dass der europäische Wasserstoffbedarf bis 2040 auf 17 bis 21 Millionen Tonnen pro Jahr steigen könnte.

Die Projektinitiatoren planen, BarMar bis 2032 in Betrieb zu nehmen, um die iberische Halbinsel zu einem Hauptkorridor für den Export von erneuerbarem Wasserstoff nach Mitteleuropa zu machen. Durch dieses Projekt bestätigen Spanien und Portugal ihr jeweiliges Wasserstoffexportpotenzial von 1,22 Millionen bzw. 0,4 Millionen Tonnen pro Jahr, womit ab 2032 die volle Transportkapazität von BarMar erreicht werden kann. Die prognostizierte Wasserstoffproduktion Spaniens für 2035 beträgt 4,6 Millionen Tonnen, von denen 2,6 Millionen Tonnen für den Inlandsverbrauch bestimmt sind.

Der gesamte H2med-Korridor umfasst zwei große Verbundsysteme: die CelZa-Pipeline, die Celorico da Beira in Portugal mit Zamora in Spanien verbindet, sowie die Unterwasserpipeline BarMar zwischen Barcelona und Fos-sur-Mer bei Marseille. Über diese Infrastrukturen soll der in Spanien und Portugal produzierte Wasserstoff über die künftigen französischen und deutschen Pipelinenetze zu den wichtigsten Industriezentren Europas transportiert werden. Die EU-Kommission hat H2Med in die Liste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI) aufgenommen und als eine der europäischen Energieautobahnen anerkannt, um die künftige Energieversorgungssicherheit des Kontinents zu gewährleisten.

Darüber hinaus hat ein Projekt zur Produktion von erneuerbarem Wasserstoff auf dem Gelände des ehemaligen Wärmekraftwerks in Sines, Portugal, die Umweltgenehmigung der portugiesischen Umweltbehörde (APA) erhalten. (Quelle: spanische Zeitung „El Economista“)

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