de.wedoany.com-Bericht: Amazon Leo hat am Montag offiziell bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag eingereicht, um eine Konstellation aus bis zu 5.105 Satelliten zu errichten. Diese soll in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunkabdeckung direkte Sprach-, Nachrichten-, Daten- und Notfallverbindungen zu Endgeräten ermöglichen. Der Start der Satelliten soll voraussichtlich im Jahr 2028 beginnen.

Der Dienst wird in Zusammenarbeit mit globalen Mobilfunknetzbetreibern angeboten und nutzt das mobile Satellitenspektrum von Globalstar, das Amazon bereits zuvor zu übernehmen vereinbart hatte. Globalstar bietet bereits Millionen von Apple-Gerätenutzern Satellitendirektverbindungen an, die Notfallkommunikation, Standortfreigabe und Pannenhilfe ermöglichen, wenn kein terrestrisches Netz verfügbar ist.
Dieser Schritt markiert die Ausweitung der Satellitenstrategie von Amazon vom Breitband-Internetzugang auf den Direct-to-Device-Markt. In diesem Bereich arbeiten Wettbewerber wie SpaceX, AST SpaceMobile und Lynk Global bereits aktiv an satellitengestützten Lösungen für Mobiltelefone. Allerdings stellt die zunehmende Knappheit an Raketenstartkapazitäten derzeit einen der Hauptengpässe für den Aufbau neuer Satellitenkonstellationen dar.
Auf Kooperationsebene hat Amazon Leo bereits Partnerschaften mit Vodafone, DirecTV, Herotel und der australischen National Broadband Network bekannt gegeben. Gleichzeitig treibt Amazon Leo den Aufbau seines ersten Breitbandsatellitensystems voran, das derzeit rund 390 Satelliten im Orbit umfasst. Noch in diesem Jahr soll der feste Dienst im ersten Frequenzband starten.
FCC-Vorsitzender Brendan Carr hatte zuvor auf Amazons Kritik an der massiven Satellitenkonstellation von SpaceX reagiert. Carr erklärte, Amazon solle sich auf den Fortschritt seiner eigenen Startmissionen und den geordneten Aufbau seiner Konstellation konzentrieren, anstatt die Startpläne anderer Unternehmen in Frage zu stellen, die nach ihrem eigenen Zeitplan durchgeführt werden.










