de.wedoany.com-Bericht: Der Satellitenbetreiber Eutelsat wird aus dem neu eingeführten Rahmenwerk der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) zur Neuzuweisung des oberen C-Band-Spektrums eine Anreizzahlung in Höhe von rund 504 Millionen US-Dollar erhalten. Dieses Rahmenwerk zielt darauf ab, Satellitenfrequenzen für die nächste Generation drahtloser Dienste freizumachen, und markiert einen entscheidenden Fortschritt in der US-amerikanischen Spektrumstrategie, während es den an der Umstellung beteiligten Satellitenbetreibern finanzielle Chancen in Milliardenhöhe bietet.

Die FCC hat Anreizzahlungen in Höhe von insgesamt 6,3 Milliarden US-Dollar genehmigt, um Satellitenbetreiber zu belohnen, die Spektrum zur Unterstützung fortschrittlicher drahtloser Netze freimachen. Gemäß dem Verteilungsplan erhält SES 89 %, Eutelsat 8 % und der kanadische Satellitenbetreiber Telesat 3 %. Demnach rechnet Eutelsat mit einer Vorsteuerzahlung von rund 504 Millionen US-Dollar, SES mit rund 5,6 Milliarden US-Dollar, wobei beide an die Erfüllung von Übergangsmeilensteinen gebunden sind.
Dieser Regulierungsrahmen wird Mobilfunkbetreibern 160 Megahertz des oberen C-Band-Spektrums zur Verfügung stellen. Die FCC plant, die Spektrumsauktion am 27. April 2027 zu beginnen. Satellitenbetreiber müssen die wesentliche Spektrumsmigration bis Dezember 2030 abschließen, um 4,9 Milliarden US-Dollar an Anreizzahlungen zu erhalten; der endgültige Meilenstein im Juni 2031 wird zusätzliche 1,4 Milliarden US-Dollar freigeben. Die FCC rechnet außerdem mit der Erstattung förderfähiger Migrationskosten, die auf 4 bis 5 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.
Investoren reagierten positiv auf die Ankündigung: Die Aktien von SES stiegen um 6,6 %, die von Eutelsat um 5,7 %. JPMorgan schätzt den Nettobarwert der Anreizzahlungen auf etwa 6 Euro pro SES-Aktie und unter 0,5 Euro pro Eutelsat-Aktie. Allerdings könnten die Gesamtzahlungen von 5,6 Milliarden US-Dollar an SES durch Steuern und Verpflichtungen gegenüber den Anleihegläubigern von Intelsat reduziert werden – letztere haben Anspruch auf 42,5 % der Erlöse aus der ersten Freigabe von 100 Megahertz Spektrum, was etwa 1,1 Milliarden US-Dollar entspricht.
Die Entscheidung der FCC deutet auch auf einen deutlichen Anstieg der künftigen Ausgaben von US-Telekommunikationsbetreibern hin. JPMorgan erwartet, dass Mobilfunkbetreiber bei der Spektrumsauktion 2027–2028 rund 25 Milliarden US-Dollar ausgeben könnten, um zusätzliche Frequenzen für den Ausbau von 5G- und zukünftigen mobilen Breitbandnetzen zu erwerben, was die strategische Bedeutung von Spektrumsressourcen in einem zunehmend wachsenden Telekommunikationsmarkt unterstreicht.










