BP erklärt, Verkauf des Nordsee-Geschäfts trotz britischer Politikänderungen nicht zu ändern
2026-08-05 08:35
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de.wedoany.com-Bericht: Nur wenige Tage nach der Bekanntgabe des Verkaufs des Nordsee-Geschäfts durch BP Plc haben sich bereits potenzielle Käufer gemeldet. Die neue Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Meg O’Neill, erklärte, dass sie unabhängig von politischen Anpassungen in Großbritannien nicht von ihrer ursprünglichen Entscheidung abweichen werde, diese Vermögenswerte zu veräußern.

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O’Neill teilte Bloomberg TV mit, dass mehrere potenzielle Käufer Interesse an den Nordsee-Vermögenswerten bekundet hätten. Sie erklärte, dass die wiederholten politischen Schwankungen Großbritanniens in der Öl- und Gaspolitik sowie die Überlegungen des Unternehmens zur Stärkung der Bilanz gemeinsam zu dieser Rückzugsentscheidung geführt hätten. O’Neill erwähnte zugleich, dass BP weiterhin unerschlossenes Öl- und Gaspotenzial im Nordseebecken sehe und hoffe, dass die neue Regierung positive Veränderungen bringen werde.

BP wies darauf hin, dass Steuer- und Explorationspolitik Großbritannien für Ölinvestitionen weniger attraktiv gemacht hätten und die frühere britische Regierung zudem neue Bohraktivitäten abgelehnt habe. Andy Burnham, der im Juli dieses Jahres sein Amt als Premierminister antrat, erklärte hingegen, dass er die Nordsee-Ressourcen nicht ignorieren werde. O’Neill sagte in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dass BP weiterhin bereit sei, mit der britischen Regierung an der Gestaltung des fiskalischen Rahmens zusammenzuarbeiten, diese Aussage jedoch nichts an der Rückzugsentscheidung ändern werde.

BP ist der letzte internationale Ölkonzern, der ein unabhängiges Geschäft in der Nordsee unterhält. Zuvor hatten die Wettbewerber Shell Plc und TotalEnergies SE ihre Geschäfte in diesem alternden Offshore-Becken bereits mit anderen Unternehmen zusammengelegt und eigenständige Einheiten gebildet.

O’Neill betonte, dass dies keine leichtfertige Entscheidung sei. BP sei seit über 50 Jahren in der Nordsee tätig; aus ihrer Sicht handle es sich hierbei rein um eine Frage der internen Kapitaldisziplin und Kapitalallokation bei BP.

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