de.wedoany.com-Bericht: Die kasachische Regierung verbessert kontinuierlich den Beschaffungsmechanismus für inländische Waren und nutzt öffentliche sowie regulierte Beschaffungen als Hebel, um die Nachfrage nach der heimischen Industrie zu steigern. Bislang wurden im Rahmen der Regierung über 45.000 Verträge mit inländischen Produktionsunternehmen abgeschlossen, mit einem Gesamtvolumen von 82 Milliarden Tenge.

Der Nationale Wohlfahrtsfonds Samruk-Kazyna hat zusätzlich 286 langfristige Vereinbarungen und Abnahmeverträge (Offtake) unterzeichnet, mit einem Gesamtvolumen von über 390 Milliarden Tenge, um inländischen Unternehmen eine stabile Marktnachfrage zu sichern. Nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Bauwesen wurden bisher 5.323 Produktkategorien in das bevorzugte Beschaffungsverzeichnis aufgenommen; im Bereich der Entwicklung mineralischer Rohstoffe wurden 425 Garantiebeschaffungsverträge mit einem Gesamtvolumen von 123 Milliarden Tenge abgeschlossen.
Diese Fördermaßnahmen haben bei einer Reihe einheimischer Unternehmen zu einer höheren Kapazitätsauslastung geführt. So stieg die Auslastung des Transformatorenwerks in Schymkent auf 90 %, die des Kabel- und Leiterherstellers in Semei auf 72 % und die des Drahtseilwerks in Karaganda auf 71 %.
Wie Nachaspajew berichtete, wurden seit 2023 in Kasachstan insgesamt 623 Projekte zur Entwicklung der verarbeitenden Industrie umgesetzt, wodurch eine Reihe neuer Produkte, die zuvor im Inland nicht hergestellt wurden, lokal produziert werden konnten – darunter Lokomotivträger, Karosserieteile für Busse, Schwerlastfahrzeugkomponenten, Autositze, Multimediasysteme, Haushaltsgeräte, Längsnahtgeschweißte Stahlrohre, Tür- und Fensterprofile, Faserzementplatten, Laminatböden und Heizkörper.
Zur weiteren Unterstützung der heimischen Industrie hat Kasachstan zudem Importbeschränkungen für Baumaterialien aus Drittländern eingeführt, darunter Zement, Gipskartonplatten, Flachglas, Steinprodukte und Trockenmörtel. Das Ministerium für Industrie und Bauwesen erklärte, diese Maßnahmen hätten die Entwicklung der heimischen Baustoffindustrie gefördert, ohne die Preise auf dem Inlandsmarkt spürbar zu beeinflussen.
Darüber hinaus hat die Regierung ein Verzeichnis der kasachischen Warenproduzenten eingeführt und große Unternehmen dazu veranlasst, ihre langfristigen Beschaffungskooperationen mit einheimischen Lieferanten auszuweiten, um den Anteil inländischer Produkte in der Wertschöpfungskette kontinuierlich zu erhöhen und kleinen und mittleren Unternehmen mehr Marktchancen zu eröffnen.









