de.wedoany.com-Bericht: Karine Fragoso, Geschäftsführerin für Öl, Gas, Energie und Schiffbau beim Industrieverband des Bundesstaates Rio de Janeiro (Firjan), erklärte am 4. dieses Monats, dass die brasilianische Industrie wieder in der Lage sei, Module für schwimmende Produktions-, Lager- und Entladeschiffe (FPSO) zu liefern und Fortschritte bei der Geräteintegration und Inbetriebnahmediensten erzielt habe.

Fragoso erinnerte daran, dass brasilianische Zulieferer zwischen 2005 und 2015 an den genannten Gliedern der FPSO-Wertschöpfungskette beteiligt waren. In den letzten zehn Jahren hätten brasilianische Unternehmen diesen Raum jedoch aufgrund von Steuerproblemen, Änderungen im Management der brasilianischen Erdölgesellschaft (Petrobras) und dem Aufstieg Chinas in diesem Markt verloren. Sie erklärte, dass einige Module bereits in Brasilien vertraglich vereinbart werden könnten und derzeit daran gearbeitet werde, die Integrations- und Inbetriebnahmephase nach Brasilien zurückzuholen.
Die Module eines FPSO sind Metallkonstruktionen, die auf dem oberen Deck installiert werden und auch als Topside-Module bezeichnet werden. Zu den Hauptmodulen gehören Fluidtrennung, Gaskompression und Wassereinspritzung. Fragoso wies darauf hin, dass allein der zukünftige Bedarf an Topside-Modulen von Petrobras 250.000 Tonnen betrage. Das Unternehmen habe eine klare Haltung zur Anhebung der Mindestquote für den Lokalisierungsgrad gezeigt, was positive Erwartungen am Markt wecke.
Sie ist der Ansicht, dass eine „Re-Lokalisierung" der Integrationsphase als Magnet für die Fertigung von Modulen im Inland dienen könnte. Wenn Module vor Ort gebaut sowie integriert und in Betrieb genommen würden, könnten Transportzeiten für den Versand ins Ausland und die Rückkehr entfallen und die Bauzeit der Module verlängert werden. Derzeit sei die brasilianische Industrie in der Lage, die Spezifikationsplanung vor Ort durchzuführen, wettbewerbsfähige Preise anzubieten, die Zykluszeiten zu verkürzen und die Geräteinstallationsphase einzuführen.
Fragoso betonte, dass die Kombination aus den Folgen der COVID-19-Pandemie und den aktuellen geopolitischen Instabilitäten ein günstiger Zeitpunkt für die Branche sei, lokale Bau- und Installationskapazitäten zu entwickeln, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Inflationsrisiko zu senken.









