de.wedoany.com-Bericht: Guyana weitet seine Energiepartnerschaften in der Karibik aus und nutzt das schnelle Wachstum seiner Offshore-Erdölindustrie, um die regionale Zusammenarbeit in Bereichen wie Upstream-Entwicklung, Infrastruktur und Energiesicherheit voranzutreiben. Das Land hat kürzlich mehrere Abkommen mit Jamaika, der Dominikanischen Republik und anderen unterzeichnet, die die Zusammenarbeit von der Offshore-Exploration und -Produktion auf grenzüberschreitende Investitionen, Raffinerie, Infrastruktur und kommerzielle Entwicklung ausdehnen.

Im Juni dieses Jahres unterzeichnete Guyana vier bilaterale Abkommen mit Jamaika; beide Seiten vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Energiearbeitsgruppe, um die Zusammenarbeit durch Wissensaustausch, Infrastrukturaufbau und regionale Initiativen zur Energiesicherheit voranzutreiben. Dieses Abkommen ist Teil seiner breiteren regionalen Strategie. Im Mai dieses Jahres etablierte Guyana mit der Dominikanischen Republik eine Upstream-Partnerschaft durch ein Abkommen, das den Berbice-Block abdeckt. Der staatliche Raffineriekonzern der Dominikanischen Republik, Refinería Dominicana de Petróleo, erwarb eine Beteiligung von 10 % an diesem Block, während beide Regierungen gleichzeitig zusagten, die Zusammenarbeit in den Bereichen Raffinerie, Petrochemie und regionale Energiesicherheit auszubauen.
Auch die Zusammenarbeit zwischen den Öl- und Gasproduzenten in der Karibik nimmt Fahrt auf. Trinidad und Tobago boten Anfang dieses Jahres an, die Koordinierung mit Guyana und Suriname in den Bereichen Upstream-Entwicklung, Erdgas-Kommerzialisierung und Energieinfrastruktur zu verstärken, mit dem Schwerpunkt, Guyanas schnell wachsende Ölproduktion mit Trinidads ausgereifter LNG-, Raffinerie- und Petrochemieindustrie zu verbinden.
Guyana plant, die Rohölproduktion bis 2027 auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag und bis 2030 auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag zu steigern, womit es zu einem der am schnellsten wachsenden Ölproduzenten der Welt und zunehmend zu einem Schlüsseltreiber der regionalen Energieentwicklung wird.
Über die Karibik hinaus stärkt Guyana auch die internationale Zusammenarbeit, die seine Energieexpansion unterstützt, darunter Abkommen mit den USA zu Energiesicherheit und Infrastruktur sowie ausgeweitete Handelsbeziehungen mit Kanada.
Regionale Integration wird voraussichtlich ein Kernthema der Karibischen Energiewoche 2027 (Caribbean Energy Week 2027) sein. Dann werden Regierungsvertreter, Betreiber und Investoren darüber diskutieren, wie grenzüberschreitende Investitionen beschleunigt und die Rolle der Karibik auf den globalen Energiemärkten gestärkt werden kann.





















