de.wedoany.com-Bericht: Das Datenanalyseunternehmen Enverus hat am Mittwoch einen Bericht veröffentlicht, wonach das Fusions- und Übernahmevolumen in der US-amerikanischen Upstream-Öl- und Gasindustrie im zweiten Quartal dieses Jahres aufgrund von Ölpreisschwankungen auf 9 Milliarden US-Dollar gesunken ist – nur ein Viertel des Vorquartals.

Andrew Dittmar, Chefanalyst bei Enverus Intelligence Research, erklärte, dass die mit dem Iran-Konflikt verbundenen Rohölpreisschwankungen in Verbindung mit einem schwachen Ausblick auf dem Erdgasmarkt die Preiserwartungslücke zwischen Käufern und Verkäufern vergrößert und die Unsicherheit bei der Bewertung von Vermögenswerten erhöht hätten. Das im Quartal angekündigte Transaktionsvolumen habe daher eines der niedrigsten Quartalsniveaus der letzten Jahre erreicht.
Die größte Quelle für Fusions- und Übernahmevolumen in diesem Quartal war eine rekordverdächtige Versteigerung von Pachtverträgen, die das US-amerikanische Bureau of Land Management (BLM) im Mai durchführte. Bei dieser Auktion wurden durch den Verkauf von Öl- und Gasbohrrechten auf Bundesland in Texas und New Mexico rund 4 Milliarden US-Dollar eingenommen; Hauptkäufer waren Devon Energy und Matador Resources. Die 33.530 Acres umfassenden Flächen liegen hauptsächlich im Permian Basin in New Mexico, das Teil des ertragreichsten Ölfelds der USA ist. Enverus wies darauf hin, dass das begrenzte Angebot an hochproduktiven Bohrstellen in den USA zu einem außergewöhnlich intensiven Bieterwettbewerb um die BLM-Vermögenswerte geführt habe.
Das zweitgrößte Transaktionsvolumen entfiel auf einen Verkauf, den Shell im Juni abschloss. Das Unternehmen übertrug seine Anteile an der Na-Kika-Plattform im Golf von Mexiko und den dazugehörigen Ölfeldern an Tochtergesellschaften von Talos Energy und Ridgewood Energy; das Transaktionsvolumen belief sich auf insgesamt rund 1,7 Milliarden US-Dollar. Die Tagesproduktion der betreffenden Vermögenswerte lag 2025 bei etwa 37.000 Barrel Öläquivalent.
Gemessen am Transaktionsvolumen war die Fusions- und Übernahmeaktivität im zweiten Quartal dieses Jahres das drittniedrigste Niveau seit 2020. Im Jahr 2020 hatte die COVID-19-Pandemie die Ölnachfrage schwer getroffen und die Ölpreise auf Mehrjahrestiefs gedrückt.
Nach Angaben der London Stock Exchange Group (LSEG) schwankten die Schlusskurse der Brent-Rohöl-Futures zwischen April und Juni in einer breiten Spanne von 72 bis 118 US-Dollar pro Barrel. Der anhaltende Krieg im Iran, der die globalen Energieflüsse stört, war der Hauptauslöser für die heftigen Ölpreisschwankungen in diesem Zeitraum.





















