DR Kongo untersucht Uran-Begleitproblem bei Kobalt-Exporten – Schätzung bis zu 5.000 Tonnen
2026-08-10 14:32
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. August hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo eine Untersuchung des Urangehalts in Kobalt-Exportprodukten eingeleitet. Dabei soll das in großen Mengen exportierte rohe Kobalthydroxid getestet werden, und eine Arbeitsgruppe wird eingesetzt, um zu bewerten, wie Uran über Kobaltprodukte in die internationale Lieferkette gelangt. Die in der Untersuchung genannten 2.000 bis 5.000 Tonnen Natururan sind eine Schätzung aus akademischer Forschung; die Regierung wird durch Probenahme und Labortests den tatsächlichen Umfang ermitteln.

Die Untersuchung geht auf eine am 30. Juli in Nature Communications veröffentlichte Studie zurück. Die Forscher kombinierten geologische Verteilungen der Minen, Handelsaufzeichnungen der Bergwerke und Daten aus hydrometallurgischen Verfahren und schätzten, dass das zwischen 2000 und 2024 aus der DR Kongo exportierte Kobalthydroxid möglicherweise 2.000 bis 5.000 Tonnen Natururan enthalten haben könnte, wobei der Anteil, der offiziell deklariert und in das internationale Kernmaterial-Überwachungssystem aufgenommen wurde, unter 10 Prozent liegt.

Die Kobalterze im Kupfer-Kobalt-Gürtel im Süden der DR Kongo enthalten häufig begleitend Uran, da sich beide Elemente in hydrometallurgischen Verfahren chemisch ähnlich verhalten. Wenn in der Produktionskette kein spezieller Verfahrensschritt zur Uranentfernung vorgesehen ist, kann ein Teil des Urans in der Kobaltlösung verbleiben und zusammen mit dem rohen Kobalthydroxid exportiert werden. Die Studie zeigt, dass dieses Produkt mehr als 95 Prozent der Kobalt-Exportformen des Landes ausmacht.

Die Regierung der DR Kongo plant, mit der Internationalen Atomenergie-Organisation über technische Unterstützung zu beraten und nationale Nuklearsicherheitsbehörden sowie internationale Labore in die Tests einzubeziehen. Gleichzeitig wird der Einsatz von Strahlungsdetektionsgeräten beim Transport und Export von Bergbauprodukten untersucht. Die Bewertung soll voraussichtlich innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein. Die Studie schätzt außerdem, dass 1.000 bis 4.000 Tonnen Uran in die Bergbauabgänge gelangt sein könnten; die genaue Menge muss ebenfalls durch spätere Untersuchungen bestätigt werden.

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