de.wedoany.com-Bericht: Am 10. August gab der Energie-Engineering-Dienstleister OEG bekannt, dass er von OWP Gennaker GmbH einen Auftrag für Unterwasser-Korrosionsschutz erhalten hat. Für den deutschen Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee wird ein System zum kathodischen Korrosionsschutz mit Fremdstromanode (ICCP) geliefert, um die Windenergieanlagen-Fundamente während der Betriebsdauer des Windparks vor Meerwasserkorrosion zu schützen. Das Projekt wird von Skyborn Renewables entwickelt.

Der Leistungsumfang von OEG umfasst die detaillierte technische Planung, Beschaffung, Fertigungsüberwachung, Offshore-Logistik, Geräteinstallation, Systemtests und Inbetriebnahme. Die technische Planung und Beschaffung werden umgehend aufgenommen, anschließend folgen Fertigungsunterstützung, Systemintegration und Offshore-Installation, wobei der Zeitplan mit dem Gesamtbauplan des Windparks abgestimmt wird.
Während der Projektdurchführung wird OEG mit dem Korrosionsschutztechnologie-Unternehmen CORROSION zusammenarbeiten und das gemeinsam entwickelte ICCP-Subsea Assembly Method Unterwasser-Montagesystem einsetzen. Mit diesem System kann die Installation der Fremdstromanoden-Korrosionsschutzausrüstung an Unterwasserstrukturen ferngesteuert durchgeführt werden, wodurch Taucheinsätze und komplexe Offshore-Montageabläufe reduziert werden. Die Offshore-Bauarbeiten werden vom Projektmanagement- und Offshore-Einsatzteam von OEG durchgeführt, wobei spezielle Unterwasserausrüstung für die Installation eingesetzt wird.
Der Windpark Gennaker liegt etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in der deutschen Ostsee, innerhalb der 12-Seemeilen-Zone Deutschlands. Geplant sind 63 Offshore-Windenergieanlagen von Siemens Gamesa mit je 15 Megawatt Leistung auf Monopile-Fundamenten. Das Projekt erhielt im Dezember 2025 die Bau- und Betriebsgenehmigung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Offshore-Installation der Windenergieanlagen soll im Spätsommer 2027 beginnen.
Der Windpark wird über das von 50Hertz errichtete OST-6-1-System an das deutsche Übertragungsnetz angeschlossen, mit einer maximalen Einspeiseleistung von 927 Megawatt. Das System umfasst zwei Offshore-Umspannplattformen Darß und Zingst, drei 220-kV-Wechselstrom-Seekabel sowie Landkabel, wobei die Übertragungsleitung mit maximal etwa 90 Kilometern Länge an der im Bau befindlichen Umspannanlage Gnewitz endet. Die beiden Plattformen bündeln den Strom der Windenergieanlagen und transformieren ihn auf 220 kV. Das OST-6-1-Netzanschlusssystem soll im Juli 2028 in Betrieb genommen werden.





















