de.wedoany.com-Bericht: Die französische Organisation Soren, die für das Recycling ausgedienter Photovoltaikmodule zuständig ist, hat ihren Aktivitätsbericht für 2025 veröffentlicht. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Frankreich 13.760 Tonnen Photovoltaikmodule recycelt, ein Anstieg von 40 % gegenüber 2024. Die Organisation bezeichnete dieses Ergebnis als „Meilenstein". Ihr Geschäftsführer Nicolas Defrenne erklärte, diese Zahlen spiegelten wider, dass sich die Branche professionalisiere, organisiere und weiterentwickle.

Soren wurde 2015 gegründet und ist von der französischen Regierung mit der Entsorgung und dem Recycling ausgedienter Photovoltaikmodule beauftragt. Im Jahr 2025 überwachte die Organisation gemeinsam mit Recyclingpartnern wie Envie 2E, Galloo, Rosi, RVE und First Solar die Verarbeitung von über 12.736 Tonnen Modulen, wobei die Gesamtrecyclingquote über 90 % lag. Davon wurden 10.684 Tonnen dem Recycling zugeführt, 1.298 Tonnen der energetischen Verwertung und 754 Tonnen an Entsorgungseinrichtungen übergeben.
Materialien wie Glas, Aluminium, Kupfer und mineralische Bestandteile gelangen durch das Recycling zurück in die Kreislaufwirtschaft. Defrenne wies darauf hin, dass das Recycling von Photovoltaikmodulen angesichts eines möglichen Anstiegs der Nachfrage nach Silber, Silizium oder Kupfer um das Vier- bis Sechsfache bis 2040 kein Randthema mehr sei, sondern eine strategische Notwendigkeit für die industrielle Souveränität Europas darstelle. Soren prognostiziert, dass die Zahl der ausgedienten Module in den kommenden Jahren exponentiell steigen wird. Bis 2040 werden in Frankreich jährlich rund 180.000 Tonnen Photovoltaikmodule das Ende ihrer Lebensdauer erreichen; die entsprechenden Vorbereitungen müssten jetzt beginnen.
Finanziell verzeichnete Soren im Jahr 2025 600 Herstellermitglieder und ökologische Beiträge von knapp über 12 Millionen Euro. Das jährliche Gesamtbudget der Organisation betrug 15,47 Millionen Euro, hinzu kamen 2,33 Millionen Euro aus dem Verkauf recycelter Materialien und 790.000 Euro Finanzerträge. Die Betriebskosten waren mit 7,35 Millionen Euro der größte Ausgabenposten, davon 2,69 Millionen Euro für die Sammlung und 4,66 Millionen Euro für die Verarbeitung; die Rückstellungen für künftige Verpflichtungen beliefen sich auf 5,41 Millionen Euro. Bis Ende 2025 summierten sich die liquiden Mittel und Rückstellungen für künftige Verpflichtungen auf 35,49 Millionen Euro.





















