de.wedoany.com-Bericht: Die norwegische Energieübergangsagentur Enova hat Windeed AS Mittel für eine Machbarkeitsstudie bereitgestellt, um zu bewerten, ob die Fundamenttechnologie für schwimmende Offshore-Windkraft des Unternehmens bis zur Demonstrationsphase in voller Größe vorangetrieben werden kann.

Diese Förderung bringt den Entwicklungsplan von Windeed in die nächste Phase. Eine zuvor abgeschlossene unabhängige Bewertung von BVG Associates zeigte, dass die Technologie das Potenzial hat, niedrigere Stromgestehungskosten als herkömmliche schwimmende Windkraftsysteme zu erzielen. Windeed wird die Studie gemeinsam mit dem norwegischen Ingenieurskonzern Aibel, dem Bauunternehmen AF Gruppen sowie weiteren Industrie- und Forschungspartnern vorantreiben, um zu untersuchen, wie die Technologie unter Nutzung der norwegischen Lieferkette hergestellt, transportiert, installiert und betrieben werden kann.
Die Stromerzeugung auf See mit großen Windturbinen auf schwimmenden Fundamenten ist bereits nachgewiesen; die aktuelle Herausforderung besteht darin, die Kosten auf ein Niveau zu senken, das ohne langfristige staatliche Förderung wettbewerbsfähig ist. Das Fundamentkonzept von Windeed zielt auf die Reduzierung des Materialeinsatzes sowie die Vereinfachung von Fertigung und Installation ab, adressiert die kostenintensiven Bereiche schwimmender Windkraftprojekte und strebt zugleich eine geringere Abhängigkeit von spezialisierten Häfen und Offshore-Bau Schiffen an.
Oskar Gärdeman, Leiter der Offshore-Windabteilung bei Enova, erklärte, dass schwimmende Offshore-Windkraft eine Schlüsseltechnologie zur Deckung des künftigen Bedarfs an fossilfreier Energie sei. Die Branche benötige Technologien, die bestehende Ansätze umwälzen und Kosten erheblich senken könnten; die Technologie von Windeed sei „besonders vielversprechend“.
Diese Machbarkeitsstudie wird das schwimmende Fundament in der gesamten Projektkette bewerten und nicht als isolierte Komponente betrachten. Technik, Fertigung, Montage, Logistik, Installation, Betrieb, Lebenszyklusleistung und Risiken werden in die Untersuchung einbezogen. Bertil Moritz, CEO von Windeed, erklärte, dass schwimmende Windkraft wettbewerbsfähig sein müsse, wenn sie in Europas künftigem Energiesystem eine bedeutende Rolle spielen solle. Ob sich der Kostenvorteil in industrielle Projekte umsetzen lässt und welche Rolle norwegische Unternehmen übernehmen können, seien Schwerpunkte dieser Studie.
Das Projekt hat auch industrielle Bedeutung für Norwegen. Das Land verfügt über tiefgreifende Kompetenzen in der Offshore-Technik und Schifffahrt und sucht im Zuge der Abkehr des Energiesystems von fossilen Brennstoffen nach neuen Exportmöglichkeiten. Moritz sieht, dass Norwegen „eine einzigartige Chance hat, eine führende Position im Bereich schwimmender Offshore-Windkraft einzunehmen“, und erklärte, das Projekt werde untersuchen, wie innovative Designs und industrielle Zusammenarbeit die Wettbewerbsfähigkeit und Skalierbarkeit dieser Technologie steigern können.
Sollten die Machbarkeitsarbeiten das kommerzielle Potenzial der Technologie bestätigen, würde der weitere Weg auf eine Demonstrationsanlage in voller Größe in norwegischen Gewässern und schließlich auf die Umsetzung größerer schwimmender Windkraftprojekte abzielen.





















