de.wedoany.com-Bericht: Am 12. August kündigte Vale Base Metals an, das Projekt zur Grobpartikel-Flotation im brasilianischen Kupferbergwerk Salobo voranzutreiben. Das Projekt sieht Investitionen von 225 bis 275 Millionen US-Dollar vor. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird eine durchschnittliche jährliche Steigerung der Kupferproduktion um etwa 30.000 Tonnen erwartet, mit einem prognostizierten internen Zinsfuß nach Steuern von über 50 %.

Das Kupferbergwerk Salobo liegt im Bergbaugebiet Carajás im brasilianischen Bundesstaat Pará und ist der größte Kupferproduktionsstandort von Vale. Bei dieser Investition handelt es sich nicht um den Bau eines neuen Kupferbergwerks, sondern um die Nutzung der bestehenden Aufbereitungslinien Salobo I, II und III. Durch die Einführung der Grobpartikel-Flotationstechnologie sollen Engpässe im Aufbereitungsprozess beseitigt sowie die Erzverarbeitungskapazität und die Kupferrückgewinnungseffizienz verbessert werden.
Im Rahmen des Projekts werden die bestehenden Systeme für Brechen, Mahlen, Klassierung, Flotation, Nachmahlung sowie die zugehörigen Versorgungseinrichtungen aufgerüstet. Zu den wichtigsten Umbauarbeiten gehören der Austausch der Hydrozyklon-Gruppen, die Anpassung der Zellstoffklassierungsprozesse, die Installation von Grobpartikel-Flotationsanlagen, die Einrichtung vertikaler Nachmahlsysteme sowie die gleichzeitige Modernisierung der Elektroräume, Stahlkonstruktionen und Prozessrohrleitungen.
Die derzeitige Hauptmahlfeinheit im Aufbereitungsprozess von Salobo beträgt etwa 106 Mikrometer. Nach Inbetriebnahme des Grobpartikel-Flotationssystems kann ein Teil des Erzes bei einer gröberen Partikelgröße von etwa 250 Mikrometern in die nachfolgenden Verarbeitungsstufen gelangen. Dadurch kann die Aufbereitungsanlage ihren Durchsatz ohne zusätzliche große Kugelmühlen erhöhen und gleichzeitig den Energie- und Wasserverbrauch durch übermäßiges Feinmahlen des Erzes reduzieren.
Die kombinierte nominelle Verarbeitungskapazität der drei Aufbereitungslinien Salobo I, II und III beträgt etwa 36 Millionen Tonnen pro Jahr. Gemäß der Projektplanung soll die Erzverarbeitungskapazität bis 2028 auf etwa 39 Millionen Tonnen erhöht werden und nach vollständiger Hochskalierung im Jahr 2029 etwa 42 Millionen Tonnen erreichen – eine Steigerung um etwa 6 Millionen Tonnen gegenüber der derzeitigen Kapazität.
Die zusätzliche Verarbeitungskapazität wird dazu beitragen, dass die Kupferproduktion von Salobo früher als im ursprünglichen Minenplan freigesetzt wird. Das Projekt wird voraussichtlich während der Betriebsdauer eine durchschnittliche jährliche Steigerung der Kupferproduktion um etwa 30.000 Tonnen ermöglichen und durch die Nutzung der bestehenden Bergbau-, Aufbereitungs-, Eisenbahn- und Hafenanlagen die für die Erweiterung erforderlichen Kapitalinvestitionen reduzieren.
Das Kupferbergwerk Salobo wurde 2012 in Betrieb genommen und produziert hauptsächlich Kupferkonzentrat mit einem Kupfergehalt von etwa 36 % bis 40 %. Die Mine verfügt über Kupfererzreserven von etwa 1,15 Milliarden Tonnen, und die bestehende Ressourcenbasis kann eine Produktion von mindestens 30 Jahren unterstützen. Das Kupferkonzentrat wird auf dem Landweg nach Parauapebas transportiert, anschließend über die Carajás-Eisenbahn zum Hafen Ponta da Madeira im Bundesstaat Maranhão befördert und von dort an den internationalen Markt geliefert.
Die Kupferproduktion von Vale erreichte im Jahr 2025 mit 382.400 Tonnen den höchsten Stand seit 2018, wobei das Bergwerk Salobo eine der Hauptquellen für das Produktionswachstum ist. Vale Base Metals plant, die jährliche Kupferproduktion bis 2035 auf etwa 700.000 Tonnen zu steigern. Das Grobpartikel-Flotationsprojekt in Salobo wird ein wichtiger Bestandteil des kurzfristigen Kupferkapazitätszuwachses sein.
Nach dem offiziellen Beginn der Projektumsetzung konzentriert sich der Bedarf an Ausrüstung auf Bereiche wie Grobpartikel-Flotationseinheiten, Hydrozyklone, Vertikalmühlen, Zellstoffpumpen, Prozessrohrleitungen, elektrische Steuerungen, intelligente Sensoren, Automatisierungssysteme und Tailings-Behandlungsanlagen. Darüber hinaus wird die Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen, Geräteintegration, Installations- und Inbetriebnahmeservices sowie Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen steigen.





















