Bundesstaat São Paulo installiert 1,3-Megawatt-Photovoltaikanlagen an 40 Schulen
de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des brasilianischen Bundesstaates São Paulo hat ein Solarstromprojekt für Schulen in der Küstenregion gestartet. Geplant ist die Installation von Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,3 Megawatt an 40 staatlichen Schulen, mit einer erwarteten Jahresstromerzeugung von etwa 1,7 Gigawattstunden. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem lokalen Energieversorger Neoenergia Elektro umgesetzt.
Die Gesamtinvestition beträgt etwa 6 Millionen Real (rund 1,15 Millionen US-Dollar). Die Mittel stammen vollständig aus dem Energieeffizienzprogramm (PEE) der brasilianischen Nationalen Elektrizitätsbehörde (Aneel) und werden für die Stromverbrauchsanalyse, die Modernisierung der Beleuchtungssysteme und den Bau der Photovoltaikanlagen an den Schulen verwendet.
Die Photovoltaikstromerzeugung soll voraussichtlich etwa 75 % des Strombedarfs der teilnehmenden Schulen decken. Die jährliche Stromerzeugung entspricht in etwa dem Verbrauch von rund 770 Haushalten. Das Projekt kommt direkt etwa 29.000 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitenden zugute. Die ausgewählten Schulen wurden vom Bildungsministerium des Bundesstaates São Paulo (Seduc) bestimmt und verteilen sich auf zwölf Städte: Bertioga, Cananéia, Guarujá, Ilhabela, Ilha Comprida, Iguape, Itanhaém, Mongaguá, Peruíbe, Praia Grande, Registro und Ubatuba.
Vor der Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen wird an jeder Schule eine Bewertung der Einrichtungen und des Stromverbrauchs durchgeführt, um Verschwendungspunkte zu identifizieren und Möglichkeiten zur Reduzierung des Stromverbrauchs zu finden. Die Erneuerung der Beleuchtungssysteme gehört zu den geplanten Maßnahmen, wobei der Schwerpunkt auf der Senkung des Energieverbrauchs und der Verbesserung der Bedingungen im Schulumfeld liegt.
Das Projekt berücksichtigt auch den durch den Einsatz von Klimaanlagen an den Schulen gestiegenen Strombedarf. Die Staatsregierung erklärte, dass die Verbreitung von Klimaanlagen die Stromlast der Schulen erhöht, aber auch die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und die Lernumgebung der Schüler verbessert hat. Die Kombination aus Energieeffizienzsteigerung und Photovoltaikstromerzeugung wird diesen Effekt teilweise ausgleichen und die Stromausgaben des Staates reduzieren.
Natália Resende, Sekretärin für Umwelt, Infrastruktur und Logistik des Bundesstaates São Paulo, erklärte, dass sich Solarstrom besonders gut für Schulen eigne, da der Großteil des Stromverbrauchs tagsüber anfällt. Sie wies darauf hin, dass das Programm der Politik der Staatsregierung zur Förderung der Energiewende und zum Ausbau erneuerbarer Energien entspricht. Die durch geringere Energieausgaben eingesparten Mittel könnten für andere Bereiche der Regierung verwendet werden. Resende fügte hinzu, dass die Schulen dadurch zu praktischen Lernorten für saubere Stromerzeugung, Energieeffizienz und eine kohlenstoffarme Wirtschaft würden.
Das Projekt zielt außerdem darauf ab, Nachhaltigkeit in den Schulalltag zu integrieren. Die Staatsregierung erwartet, dass die Photovoltaikanlagen zu anschaulichen Beispielen für Schüler und Gemeinschaft werden, um die Erzeugung erneuerbarer Energien und einen verantwortungsvollen Stromverbrauch kennenzulernen. Renato Feder, Bildungsminister des Bundesstaates São Paulo, betonte, dass das Programm Kostensenkung mit Umweltbildung und innovativen Maßnahmen an den Schulen verbindet. Neoenergia Elektro, das die Investitionen im Rahmen des Energieeffizienzprogramms verantwortet, versorgt 223 Städte im Bundesstaat São Paulo. Solange Ribeiro, Vizepräsidentin von Neoenergia, erklärte, dass der Bau der Photovoltaikkraftwerke dazu beiträgt, die Energiewende näher an die Bevölkerung und das Bildungsumfeld heranzuführen. Sie erwähnte außerdem, dass Neoenergia im Jahr 2025 insgesamt 113 Millionen Real in Energieeffizienzprojekte investiert hat und die entsprechenden Maßnahmen landesweit mehr als 160.000 Stromverbrauchseinheiten zugutekommen.
Das Schulprojekt läuft parallel zu einem weiteren Programm der Regierung des Bundesstaates São Paulo zum Ausbau der Solarenergie im öffentlichen Sektor. Anfang Juli veröffentlichte die Staatsregierung die Liste der ausgewählten Städte; die Stadtverwaltungen von 214 Städten erhalten Unterstützung für Photovoltaikprojekte. Das Programm zielt darauf ab, die Stromausgaben der Kommunen zu senken, den Einsatz erneuerbarer Energielösungen auszuweiten und die Klimaschutzpolitik der Staatsregierung zu unterstützen. Es steht in engem Zusammenhang mit den Zielen des Klimaaktionsplans 2050 (PAC 2050) und des Landesenergieplans (PEE 2050). In der ersten Phase sind Investitionen von 5 Millionen Real vorgesehen, die aus dem staatlichen Fonds zur Verhütung und Bekämpfung der Umweltverschmutzung (Fecop) stammen. Die Liste der ausgewählten Städte wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Anschließend werden die Stadtverwaltungen benachrichtigt und müssen je nach Mittelverfügbarkeit die erforderlichen Unterlagen einreichen.
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