EFLA erhält Auftrag für Bauaufsicht beim 65-MW-Ausbau des isländischen Wasserkraftwerks Sigalda

2026-08-25 10:11
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de.wedoany.com-Bericht: Am 21. August gab der isländische Staatsenergiekonzern Landsvirkjun bekannt, dass mit EFLA ein Vertrag über die Bauaufsicht für den Ausbau des Wasserkraftwerks Sigalda sowie die damit verbundene Überwachung von Umbau- und Wartungsarbeiten geschlossen wurde. EFLA wird mit dem norwegischen Ingenieurberatungsunternehmen Multiconsult zusammenarbeiten; die Leistungen erstrecken sich über die gesamte Bauzeit, die voraussichtlich bis 2029 andauert.

Im Rahmen des Ausbaus wird südwestlich des bestehenden Maschinenhauses zusätzlicher Raum für die Maschinengruppe geschaffen, eine vierte Turbinen-Generator-Einheit installiert, eine neue Druckrohrleitung verlegt und der Unterwasserkanal in der Nähe des Kraftwerks verbreitert. Nach Abschluss der Arbeiten wird die installierte Leistung des Kraftwerks von 150 MW auf 215 MW erhöht – eine Steigerung um 65 MW, entsprechend etwa 43 %. Das Projekt nutzt die bestehenden Stauseen und Wasserführungsanlagen; es werden keine neuen Stauseen errichtet.

Das Wasserkraftwerk Sigalda wurde 1978 in Betrieb genommen und verfügt derzeit über drei Maschinengruppen mit je 50 MW Einzelleistung; die jährliche Stromerzeugung beträgt etwa 930 GWh. Der Ausbau dient in erster Linie der Erhöhung der regelbaren Leistung und der Reaktionsfähigkeit des Stromsystems; die Energieerzeugung dürfte lediglich durch verbesserte Betriebseffizienz leicht ansteigen.

Die Projektvorbereitungen begannen im März 2025; im Herbst desselben Jahres starteten die Aushubarbeiten im Erweiterungsbereich des Maschinenhauses. COWI übernimmt die Ausbauplanung, Ístak ist für die wesentlichen Bauarbeiten wie die Erweiterung des Maschinenhauses, die Druckrohrleitung, den provisorischen Fangdamm und die Verbreiterung des Unterwasserkanals verantwortlich; DSD Noell GmbH ist für Entwurf, Fertigung, Montage und Prüfung der Rechen, Schütze, Rohrleitungen und zugehöriger Ausrüstung zuständig.

Die Bauarbeiten umfassen zwei Stillstandsphasen: Das Kraftwerk wird von Juli bis August 2026 für zwei Monate außer Betrieb genommen; im Sommer 2028 ist eine weitere Stilllegung von etwa vier Monaten geplant. Während der Stillstände wird der Stausee Krókslón entleert und der Zufluss über die Sigalda-Schlucht umgeleitet. Die gesamten Ausbauarbeiten sollen im Herbst 2029 abgeschlossen sein.

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