Nigeria genehmigt NIGCOMSAT-2A/2B-Satelliten für Einsatz 2027
de.wedoany.com-Bericht: Der Bundesexekutivrat Nigerias (Federal Executive Council) hat die Beschaffung und den Einsatz von zwei Kommunikationssatelliten der nächsten Generation, NIGCOMSAT-2A und NIGCOMSAT-2B, genehmigt – ein neuer Meilenstein für den Ausbau der digitalen und Kommunikationsinfrastruktur des Landes. Die beiden Satelliten sollen die Satellitenkapazität Nigerias erweitern, die Breitbandanbindung verbessern und die Abhängigkeit des Landes von ausländischer Satelliteninfrastruktur verringern.

Die Geschäftsführerin und CEO der Nigerian Communications Satellite Limited (NIGCOMSAT), Jane Nkechi Egerton-Idehen, bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Schritt für die Behörde und die Entwicklung der digitalen Infrastruktur des Landes. Sie betonte, dass es sich bei den beiden Satelliten um Kommunikationssatelliten der nächsten Generation mit hohem Durchsatz (High-Throughput Communication Satellites, HTS) handelt, die nicht nur die Satellitenressourcen Nigerias erweitern, sondern auch für die Stärkung der digitalen Souveränität des Landes von Bedeutung sind. Egerton-Idehen erklärte, dieses Ergebnis basiere auf monatelangen Sitzungen, Überprüfungen und Vorbereitungen des NIGCOMSAT-Teams.
Den Plänen zufolge sollen die beiden Satelliten zusätzliche Kapazitäten für den Breitbandausbau bereitstellen, Schlüsselsektoren der Wirtschaft unterstützen, digitale Chancen eröffnen und die Rolle Nigerias in der digitalen und Weltraumwirtschaft Afrikas stärken. Thales Alenia Space und Israel Aerospace Industries (IAI) wurden für die Lieferung der Satelliten ausgewählt.
Nach der Genehmigung durch den Bundesexekutivrat tritt das Projekt in die nächste Umsetzungsphase ein, einschließlich der Kontaktaufnahme mit Technologiepartnern, des Abschlusses von Verträgen sowie der technischen Vorbereitungen für Fertigung, Start und Einsatz der Satelliten. NIGCOMSAT hatte bereits zuvor das Beschaffungsverfahren eingeleitet, mit einem angestrebten Startfenster 2027/2028. Die Behörde hat zudem die Frequenzvorbereitungen abgeschlossen und bei der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) Frequenzkoordinierungsanträge für die Orbitalpositionen 9,5° West und 16° West eingereicht, um den künftigen Einsatz und Betrieb der Satelliten zu unterstützen.
Diese Satellitenerweiterung ist Teil der Gesamtstrategie von NIGCOMSAT zur Verbesserung des Breitbandzugangs in Nigeria. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Kommunikation, Innovation und Digitale Wirtschaft (Federal Ministry of Communications, Innovation and Digital Economy) treibt die Behörde das „Projekt 774“ voran, das darauf abzielt, zuverlässige Internetverbindungen auf alle 774 Sekretariate der Kommunalverwaltungen auszuweiten. NIGCOMSAT zufolge wurden im Rahmen dieser Initiative bereits mehrere Kommunalverwaltungsgebiete angebunden.
NIGCOMSAT strebt zudem öffentlich-private Partnerschaften an, um die Konnektivität auszubauen und die digitale Kluft zu überbrücken. Die Zusammenarbeit mit Infratel Africa, Hotspot Network Limited, Dimension Data und INQ konzentriert sich auf Konnektivitätsprogramme für unterversorgte Gebiete und ländliche Gemeinden. Die Satelliteninfrastruktur wird auch zur Unterstützung der nationalen Sicherheit und Verteidigung eingesetzt; die Behörde stellt der nigerianischen Armee (Nigerian Armed Forces), dem Verteidigungsministerium (Ministry of Defence), der nigerianischen Marine (Nigerian Navy) sowie sicherheitsorientierten Fertigungspartnern Satellitenkommunikations- und damit verbundene Dienste bereit.
Im Rahmen ihres Transformationsprogramms hat NIGCOMSAT zudem eine Reihe technischer und betrieblicher Modernisierungen umgesetzt, darunter die Reaktivierung zuvor stillgelegter Ka-, Ku- und C-Band-Frequenzen, die Aufrüstung der Kommunikations-Hubstationen mit Newtec- und iDirect-Technologie sowie die Einführung moderner Kundenbeziehungsmanagement- und interner Systeme. Egerton-Idehen erklärte, das Satellitenprojekt verpflichte das Team, sicherzustellen, dass die Investitionen konkrete Vorteile für Nigeria bringen. Die nächste Phase konzentriere sich nicht nur auf die technische Lieferung der Satelliten, sondern auch auf den Aufbau der Betriebsinfrastruktur und der für die Kommerzialisierung der Dienste erforderlichen Fähigkeiten.
Die Genehmigung von NIGCOMSAT-2A und NIGCOMSAT-2B wird voraussichtlich die nationalen Satellitenkapazitäten Nigerias stärken und die breitere digitale Transformationsagenda des Landes unterstützen. Durch die Erweiterung der Breitbandkapazität, die Förderung von Partnerschaften mit dem Privatsektor sowie Anwendungen in den Bereichen Konnektivität und nationale Sicherheit hat das Projekt das Potenzial, die Satelliteninfrastruktur zu einer tragenden Säule der digitalen Autonomie und technologischen Resilienz Nigerias zu machen.
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