NuCube und Canadian Nuclear Laboratories validieren Wärmrohrtechnologie für Mikroreaktor bei über 900 °C

2026-08-31 15:49
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de.wedoany.com-Bericht: NuCube Energy und die Canadian Nuclear Laboratories (CNL) haben ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt gestartet, um die Wärmrohrtechnologie des von NuCube vorgeschlagenen fortgeschrittenen Mikroreaktorkerns zu validieren.

Der Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt auf experimentellen Daten und Rechenmodellen zur Vorhersage der Leistung von Wärmerohren bei Temperaturen über 1652 °F (900 °C). NuCube gibt an, dass die gewonnenen Daten die Datenbank zur Modellvalidierung erweitern und möglicherweise den künftigen Lizenzierungspfad seiner Reaktortechnologie unterstützen werden. Diese Zusammenarbeit stellt keine kommerzielle Einführung dar, sondern konzentriert sich auf eine grundlegende technische Frage: Wie genau können Rechenmodelle das Verhalten von Wärmerohren bei extremen Temperaturen während des Betriebs vorhersagen? Im Rahmen des Plans wird CNL vorhandene experimentelle Daten bewerten und Rechenmodelle zur Vorhersage der Wärmerohrleistung bei über 900 °C einem Benchmarking unterziehen.

Wärmerohre sind das Herzstück der NuCube-Reaktorarchitektur. Das Design verzichtet auf herkömmliche Kühlmittelpumpen und nutzt stattdessen Wärmerohre, um die Wärmeenergie des Kerns an das Energieumwandlungssystem zu übertragen. Die breitere Reaktorplattform von NuCube basiert auf TRISO-Brennstoff und einer Wärmerohr-Kühlarchitektur, wobei bewegliche Teile auf ein Minimum reduziert werden. Das Unternehmen gibt an, dass die Technologie in Entwicklung ist und gleichzeitig Strom und industrielle Prozesswärme erzeugen kann; auf der Website wird eine Temperatur von etwa 2012 °F (1.100 °C) angegeben. Diese Hochtemperaturfähigkeit ist für die geplanten industriellen Anwendungen besonders entscheidend: Viele industrielle Prozesse benötigen große Wärmemengen, die derzeit durch fossile Brennstoffe bereitgestellt werden. Fortschrittliche Reaktoren, die gleichzeitig Strom und Prozesswärme liefern können, haben das Potenzial, über die Netzstromversorgung hinaus weitere Anwendungsbereiche abzudecken.

Die breitere Forschung und Entwicklung rund um die NuCube-Technologie schreitet ebenfalls voran. Zuvor hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Idaho National Laboratory eine rechnerische Analyse eines Hochtemperatur-Wärmetauschers abgeschlossen; das GAIN-Projekt des Idaho National Laboratory und des Argonne National Laboratory untersucht den autonomen Betrieb und die Fernüberwachung dieses Mikroreaktors. NuCube hat außerdem eine Vereinbarung mit dem Utah San Rafael Energy Lab unterzeichnet und plant, den Mikroreaktor am Standort Orangeville, Utah, zu testen, wobei zunächst Entwicklungs- und Genehmigungsschritte abgeschlossen werden müssen. Für Entwickler fortschrittlicher Reaktoren ist die experimentelle Validierung ein wichtiger Schritt, um ein Design von der Konzeption zur behördlichen Prüfung und Erprobung zu führen. NuCube erwartet, dass diese Validierungsdatenbank mit fortschreitendem Projekt die technische Argumentation kontinuierlich stärken wird.

Der vorgeschlagene Mikroreaktor von NuCube unterscheidet sich von herkömmlichen Kernkraftwerken hauptsächlich in Größe und Architektur. Das Unternehmen entwickelt werksgefertigte, transportable Mikroreaktoren, die näher an den Kundenstandorten installiert werden können, anstatt sich ausschließlich auf große zentrale Kraftwerke zu verlassen. Die DeccaCell-Plattform zielt darauf ab, vor dem Brennstoffwechsel bis zu 15 Megawatt Strom über einen Zeitraum von 7 bis 30 Jahren bereitzustellen – diese Zahlen bleiben unternehmensseitige Zielvorgaben für die in Entwicklung befindliche Technologie. Mögliche Anwendungen umfassen Stromversorgung in abgelegenen Gebieten, Industrieanlagen sowie Standorte mit eingeschränktem Netzzugang oder zusätzlichem Bedarf an zuverlässigem Strom. Auf dem Kapitalmarkt gab NuCube im Juni eine Geschäftskombinationsvereinbarung mit Launch Two Acquisition Corp. bekannt; nach Abschluss der Transaktion und Erfüllung der geltenden Bedingungen könnte das fusionierte Unternehmen an der Nasdaq oder der New Yorker Börse notiert werden.

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