Ukrainisches Kernkraftwerk Saporischschja seit 11 Tagen mit Dieselgeneratoren versorgt

2026-08-31 17:11
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de.wedoany.com-Bericht: Am 31. August erklärte Alexei Lichatschow, Generaldirektor des russischen Staatskonzerns Rosatom, dass das Kernkraftwerk Saporischschja seit dem 20. August, als die letzte externe Stromleitung unterbrochen wurde, bereits 11 Tage lang ohne externe Stromversorgung sei und der gesamte Strombedarf der Anlage durch Notstrom-Dieselgeneratoren gedeckt werde. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hatte zuvor bestätigt, dass das Kernkraftwerk am 20. August von seiner damals einzigen verfügbaren 330-kV- externen Übertragungsleitung „Ferosplavna-1" getrennt wurde und seitdem Notstrom-Dieselgeneratoren kontinuierlich die für die nukleare Sicherheit relevanten Systeme mit Strom versorgen.

Derzeit decken die Dieselgeneratoren hauptsächlich den Eigenbedarf des Kernkraftwerks, einschließlich der Sicherheitssysteme wie der Kühlpumpen für die sechs Reaktoren und das Abklingbecken. Die IAEO erklärte am 29. August, dass das Team vor Ort die Dieselkraftstoffvorräte und den Betrieb der Generatoren kontinuierlich überwache und darauf bestehe, dass die Nachschubwege für den Kraftstoff und die Bedingungen für die Wiederherstellung der externen Stromversorgung sichergestellt werden. Lichatschow erklärte, dass die Einschätzung von Rosatom zur möglichen autonomen Betriebsdauer des Kernkraftwerks von der der IAEO abweiche.

Lichatschow erklärte, die Versorgung mit Dieselkraftstoff sei derzeit die oberste Priorität; die Straßen zum Kernkraftwerk würden weiterhin unter Beschuss liegen, was die Treibstofftransporte einem Sicherheitsrisiko aussetze. Rosatom plane, die Dieseltransporte fortzusetzen und hoffe auf die Beteiligung von IAEO-Personal an der Absicherung der Transporte. Diese Darstellung entspricht der russischen Sichtweise.

Rosatom koordiniert sich gleichzeitig mit den zuständigen russischen Behörden, um einen temporären Waffenstillstandsmechanismus für die Reparatur der beschädigten Stromleitung „Ferosplavna-1" einzurichten. Lichatschow äußerte die Hoffnung, dass dieser Mechanismus noch in dieser Woche etabliert werden könne, damit Reparaturtrupps Zugang zum beschädigten Leitungsabschnitt erhalten und die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks wiederherstellen können.

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