Rumänien plant den Zubau von 10 Gigawatt Wind- und Solarkapazität bis 2030

2026-09-10 17:03
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de.wedoany.com-Bericht: Am 8. September erklärte Cristian Bușoi, Staatssekretär im rumänischen Energieministerium, dass Rumänien bis Ende 2030 die Installation von 10 Gigawatt Solar- und Windkapazität plant. In den kommenden Wochen und Monaten werde sich die Energiepolitik weiter in Richtung Energiespeicherung verlagern, mit Schwerpunkten auf Batteriespeichersystemen und Wasserkraftspeicherung. Speicherprojekte sollen weiterhin Unterstützung aus dem EU-Modernisierungsfonds erhalten.

Rumänien Wind Solar 10 GW 2030

Rumänien hat zuvor über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) und den EU-Modernisierungsfonds gemeinsam Projekte für erneuerbare Energien unterstützt. Bușoi gab bekannt, dass im PNRR bereits ein Investitionsprogramm für erneuerbare Energien mit einem Volumen von über 200 Millionen Euro besteht, das 30 Projekte kofinanziert; der Modernisierungsfonds wird zugleich zur Unterstützung von Eigenverbrauchs- und Erzeugungsprojekten für erneuerbare Energien eingesetzt. Nach der neuen PNRR-bezogenen Gesetzgebung wird die Regierung künftig einen Teil der anfänglichen Kapitalausgaben für Wind- und Photovoltaikprojekte nicht mehr direkt übernehmen; die Unterstützung wird auf staatliche Beihilfemechanismen umgestellt.

Wind- und Photovoltaikprojekte können zudem über den rumänischen Differenzvertragsmechanismus (CfD) langfristige Einnahmenunterstützung erhalten. Die Europäische Kommission hat zuvor ein staatliches Beihilfeprogramm Rumäniens in Höhe von 3 Milliarden Euro für Onshore-Windkraft und Solar-Photovoltaik genehmigt, das für neue Erzeugungsanlagen gilt, die Gewinnerprojekte durch wettbewerbliche Ausschreibungen bestimmt und zweiseitige CfD verwendet. Der Ausübungspreis wird auf Grundlage des Angebotspreises festgelegt; liegt der Marktreferenzpreis unter dem Ausübungspreis, zahlt der Mechanismus die Differenz, liegt er darüber, erstattet der Projektbetreiber die Differenz zurück.

Bis 2026 hat Rumänien bereits drei Runden von CfD-Ausschreibungen für Onshore-Windkraft und Photovoltaik abgeschlossen, wobei die unterstützten Projekte eine Gesamtkapazität von über 4,5 Gigawatt erreichen. Die Länderbewertung der Europäischen Kommission für 2026 zeigt, dass dieser Mechanismus zu einem der wichtigsten politischen Instrumente Rumäniens für den Ausbau der Kapazität erneuerbarer Energien geworden ist; die zuvor vom Modernisierungsfonds unterstützte CfD-Regelung sollte ursprünglich über mehrere Ausschreibungsrunden etwa 5 Gigawatt Onshore-Windkraft- und Photovoltaikprojekte vorantreiben.

Neben dem Zubau von Wind- und Solarkapazität hat das rumänische Energieministerium die Energiespeicherung in die nächste Investitionsphase aufgenommen. Die politische Ausrichtung liegt schwerpunktmäßig auf Batteriespeicherung und umfasst zugleich Wasserkraftspeicherung; die betreffenden Projekte sollen weiterhin den Modernisierungsfonds nutzen. Rumänien wird auch Wasserkraftprojekte weiter vorantreiben, während Geothermie hauptsächlich für die Fernwärmeversorgung und teilweise auch zur Stromerzeugung genutzt werden soll.

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