EIB beauftragt Studie für Marokkos ersten Offshore-Windpark

2026-09-09 17:04
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de.wedoany.com-Bericht: Das Offshore-Windberatungsunternehmen OWC hat bekannt gegeben, dass ein von ihm geleitetes Konsortium von der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit einer zweijährigen umfassenden Machbarkeitsstudie für Marokkos erstes Offshore-Windprojekt beauftragt wurde. Das Projekt wird von der marokkanischen Agentur für nachhaltige Energie (MASEN) unterstützt und konzentriert sich auf die Bewertung der Meeresgebiete vor der Atlantikküste Marokkos in der Nähe von Essaouira. Laut der zuvor von der Union für den Mittelmeerraum veröffentlichten Projektplanung könnte der potenzielle Umfang des Offshore-Windprojekts bis zu 1000 Megawatt betragen, wobei der Baubeginn um 2029 geplant ist.

Die Studie wird im Rahmen des EIB-Vertrags AA-010864-002 durchgeführt und aus dem Treuhandfonds der Fazilität für Investitionen und Partnerschaften Europa-Mittelmeer (FEMIP) finanziert. Das von OWC geleitete Konsortium umfasst PHENIXA (Ginger Group), Gaïa Terre Bleue, das marokkanische Ingenieurberatungsunternehmen NOVEC sowie SOFECO (Ginger Group) – Einrichtungen aus den Bereichen Meeres-, Umwelt-, Windenergietechnik und Projektmanagement. OWC wird französische, britische und deutsche Teams für das Projekt mobilisieren; die verbundene Firma ABL ist für technische Unterstützung in den Bereichen Meerestechnik, Häfen und Hafenanlagen zuständig.

Der zweijährige Arbeitsumfang umfasst Studien zum Offshore-Windmarkt und zur Lieferkette, Standortauswahl, meteorologische Windmessung und Windressourcenbewertung, Konzeptdesign des Offshore-Windparks, Hafen- und Logistikkonzepte, Projektrisikoanalyse sowie Prüfung des regulatorischen Rahmens. Das Konsortium wird außerdem Netzauswirkungs- und Netzanschlussstudien mit der marokkanischen Netztechnikbehörde durchführen und übernimmt die meeres- und umwelttechnische Beratung sowie die Bewertung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Die Studieninhalte decken bereits die wesentlichen vorbereitenden technischen Arbeiten ab, die für die spätere Projektentwicklung erforderlich sind – von Ressourcenbedingungen, Standort und Offshore-Technik bis hin zu Hafen, Netz und Umweltgenehmigungen.

Die Vorarbeiten der EIB und MASEN für dieses Projekt begannen 2022. In jenem Jahr unterzeichneten beide Seiten eine Kooperationsvereinbarung, in deren Rahmen die EIB einen Zuschuss von 2 Millionen Euro für die Bewertung der technischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Machbarkeit der Offshore-Windentwicklung in Marokko sowie eine detaillierte Bewertung der Projektrisiken bereitstellte. Die EIB definierte den Untersuchungsgegenstand damals als vorbereitende technische Hilfe für ein möglicherweise erstes kleines Offshore-Wind-Demonstrationsprojekt Marokkos.

In der Folge wurde der Projektumfang weiter auf die Meeresgebiete nahe Essaouira eingegrenzt. Aus den Vergabeunterlagen der EIB geht hervor, dass die Durchführungsorte dieses technischen Hilfsprojekts die Regionen Rabat und Essaouira umfassen; der geschätzte Wert der Dienstleistungsbeschaffung beträgt 2 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Das entsprechende Vergabeverfahren wurde abgebrochen und neu gestartet. In den technischen Unterlagen der Neuausschreibung wird das Untersuchungsgebiet auf die Gewässer vor Essaouira bezogen, und der beauftragte Berater wird verpflichtet, vor einer vertieften Untersuchung und einer Bauentscheidung des Projekts eine Bewertung der Machbarkeit und der Risikominderungsmaßnahmen abzuschließen.

Die Union für den Mittelmeerraum hat das Offshore-Windprojekt Essaouira 2025 in die erste Gruppe der unterstützten Projekte der „Partnerschaft für den Blauen Mittelmeerraum“ aufgenommen. Der veröffentlichte geplante Umfang beträgt bis zu 1000 Megawatt, mit einem vorgeschlagenen Baubeginn um 2029.

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