Senegal plant, 109 Öl- und Gasblöcke Investoren vorzustellen

2026-09-11 08:45
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de.wedoany.com-Bericht: Am 9. September erklärte der Minister für Energie, Erdöl und Bergbau des Senegal, El Hadji Abdourahmane Diouf, dass die Regierung beabsichtigt, 109 Öl- und Gasblöcke in- und ausländischen Investoren vorzustellen. Der Senegal ist derzeit in insgesamt 113 Öl- und Gasblöcke unterteilt, von denen 4 bereits vertraglich gebunden sind und die übrigen 109 auf den Markt gebracht werden sollen. Die Regierung plant, diese Blöcke potenziellen Investoren im Rahmen nachfolgender Roadshows vorzustellen; der Zeitpunkt der Roadshows, die konkrete Liste der Blöcke, die Größe der einzelnen Blöcke und die Frist für die Einreichung von Angeboten wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Das am 8. September von der senegalesischen Regierung veröffentlichte Regierungsprogramm des Premierministers bestätigt ebenfalls, dass das Sedimentbecken des Landes derzeit in 113 Öl- und Gasblöcke unterteilt ist, und führt diese als Upstream-Ressourcengebiete auf, die noch weiter erkundet werden müssen. Die Regierung schlägt vor, Investoren mit technischer und finanzieller Leistungsfähigkeit einzubinden, die das Explorationsrisiko tragen, und gleichzeitig die Beteiligung einheimischer senegalesischer Unternehmen an der Öl- und Gasindustrie auszuweiten.

Die diesmalige Vermarktung der 109 Blöcke bedeutet noch nicht, dass die Blöcke bereits ausgeschrieben oder vergeben wurden. Nach dem derzeit geltenden senegalesischen Erdölgesetz von 2019 gelten für die Vergabe neuer Öl- und Gasblöcke das System der Öl- und Gasexplorationsgenehmigung und des Produktionsteilungsvertrags. Produktionsteilungsverträge werden vom für Öl- und Gasangelegenheiten zuständigen Minister, der staatlichen Erdölgesellschaft PETROSEN und dem Antragsteller der Explorationsgenehmigung gemeinsam unterzeichnet; der Vertrag muss anschließend per Regierungsdekret genehmigt und im Amtsblatt veröffentlicht werden. Die technischen und finanziellen Angebote für Öl- und Gasverträge werden von einem speziellen Ausschuss zur Prüfung und Verhandlung von Erdölverträgen bewertet.

Das geltende System sieht zudem die Beteiligung von PETROSEN an Öl- und Gasprojekten vor. Nach dem Erdölregime von 2019 hält der Staat in der Explorations- und Entwicklungsphase eine Beteiligung von mindestens 10 %, wobei die Aufwendungen des Staates in der Explorationsphase von den übrigen Mitinhabern getragen werden; nach Eintritt in die Entwicklungs- und Produktionsphase kann der Staat zudem wählen, seine Beteiligung um bis zu weitere 20 % zu erhöhen. Der Produktionsteilungsmechanismus sieht je nach Onshore-, Flachwasser-, Tiefwasser- und Ultra-Tiefwasser-Blöcken unterschiedliche Obergrenzen für die Kostenerstattung vor.

Die für Energie zuständige Behörde des Senegal hat bereits im Juli eine Fachkonferenz über inländische Öl- und Gasinvestitionen organisiert, an der einheimische Unternehmen, Finanzinstitutionen, technische und finanzielle Kooperationspartner sowie Öl- und Gasunternehmen teilnahmen. Die Regierung hat damals ausdrücklich erklärt, privates inländisches Kapital stärker in Upstream-Öl- und Gasaktivitäten einbinden und lokale Investitionen in die Öl- und Gasindustriepolitik aufnehmen zu wollen. Das derzeit geltende Lokalisierungssystem für Öl und Gas im Senegal wird durch das Gesetz über lokale Inhalte der Öl- und Gasindustrie von 2019 und die dazugehörigen Durchführungsbestimmungen umgesetzt und gilt für Öl- und Gasaktivitäten, die im Hoheitsgebiet des Senegal durchgeführt werden.

Aus den von der senegalesischen Investitionsförderungsagentur veröffentlichten Informationen zu Öl- und Gasinvestitionen geht hervor, dass sich die bestehenden Upstream-Ressourcen und -Projekte des Landes hauptsächlich auf Offshore-Gebiete wie Saint-Louis Offshore Profond, Cayar Offshore Profond, Rufisque Offshore Profond und Sangomar konzentrieren; zugleich werden Infrastruktur für die Öl- und Gasverarbeitung und -förderung, die Erdgasentwicklung sowie die petrochemische Industrie als nachfolgende Investitionsbereiche aufgeführt. Die für Energie zuständige Behörde der Regierung setzt zudem die Vermarktung der Ressourcen der Onshore- und Offshore-Sedimentbecken fort.

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