Internationale Energieagentur: Globale Kohlenachfrage soll 2026 um 1,2 % auf 8,94 Milliarden Tonnen steigen

2026-09-11 08:41
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de.wedoany.com-Bericht: Am 10. September veröffentlichte die Internationale Energieagentur (IEA) das „Coal Mid-Year Update 2026" und passte ihre Prognose für die globale Kohlenachfrage 2026 auf ein Wachstum von 1,2 % im Jahresvergleich an, wobei die jährliche Nachfrage voraussichtlich 8,94 Milliarden Tonnen erreichen und damit einen historischen Höchststand markieren wird. Zuvor hatte die IEA für 2026 einen leichten Rückgang der globalen Kohlenachfrage im Jahresvergleich erwartet; die aktuelle Prognose wurde von einem Rückgang auf ein Wachstum umgestellt.

Die IEA erklärte, dass die durch den Nahost-Konflikt ausgelösten Störungen beim Transport von Erdöl und Flüssigerdgas die Gaspreise in die Höhe getrieben hätten und einige Märkte, die sowohl über Gas- als auch über Kohlekraftwerkskapazitäten verfügten, die Stromerzeugung aus Kohle erhöht hätten. In Märkten wie Europa, Japan, Südkorea und China lag der Kohleverbrauch über den bisherigen Prognosen. Der Stromsektor macht derzeit etwa zwei Drittel des globalen Kohleverbrauchs aus.

Die chinesische Kohlenachfrage wird zudem durch Veränderungen im Nicht-Stromsektor beeinflusst. Die IEA erklärte, dass nach dem Anstieg der Ölpreise der Kohleverbrauch für die Produktion chemischer Erzeugnisse in China zugenommen habe. Gleichzeitig werde die für 2026 erwartete stärkere El-Niño-Wetterlage die Nachfrage nach Kühlungsstrom in asiatischen Märkten wie Indien und Vietnam erhöhen und könnte in einigen Regionen die Wasserkraftleistung dämpfen.

Die globale Kohlenachfrage hatte 2025 bereits einen historischen Höchststand von etwa 8,85 Milliarden Tonnen erreicht. In ihrem im Dezember 2025 veröffentlichten jährlichen Kohlemarktbericht prognostizierte die IEA für das damalige Jahr eine globale Nachfrage von etwa 8,85 Milliarden Tonnen; die neueste Prognose bedeutet, dass der globale Verbrauch 2026 auf dieser Basis um weitere etwa 90 Millionen Tonnen steigen wird.

Auf der Angebotsseite erwartet die IEA, dass die globale Kohleproduktion 2026 im Jahresvergleich sinken, aber dennoch das dritte Jahr in Folge über 9 Milliarden Tonnen bleiben wird. China hat nach einem schweren Bergwerksunfall im Mai die Sicherheitskontrollen verstärkt, wodurch die inländische Kohleproduktion zurückging.

Die Entwicklung der Nachfrage im Jahr 2027 bleibt mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die IEA erwartet, dass die globale Kohlenachfrage sinken könnte, wenn der LNG-Transport durch die Straße von Hormus wiederhergestellt wird und die Gaspreise auf das Vorkonfliktniveau zurückfallen; sollte die Straße den LNG-Transport weiterhin in großem Umfang einschränken, könnte die Kohlenachfrage weiter steigen.

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