Chevron verdoppelt die Zahl der Bohrinseln in venezolanischen Ölfeldern

2026-09-10 09:34
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de.wedoany.com-Bericht: Am 8. September erklärte Eimear Bonner, Finanzvorständin des US-Unternehmens Chevron, dass das Unternehmen die Zahl der in Venezuela betriebenen Ölfeld-Bohrinseln um mehr als das Doppelte erhöhen werde, als Maßnahme zur Umsetzung seines Fünfjahresplans zur Produktionssteigerung. Chevron und lokale Partner planen, in den nächsten fünf Jahren über 7 Milliarden US-Dollar zu investieren und die Rohölproduktion des venezolanischen Joint Ventures bis 2031 auf etwa 600.000 Barrel pro Tag zu steigern – mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Niveau von 2026. Das Unternehmen gab diesmal weder die bestehende Anzahl der Bohrinseln noch die konkrete Zahl der zusätzlichen Bohrinseln bekannt.

Chevron hat am 2. September mit der venezolanischen Seite eine neue Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die die finanziellen, kommerziellen und rechtlichen Bedingungen des lokalen Joint Ventures neu festlegt. Die Vereinbarung erweitert zugleich Chevrons Entwicklungsfläche im Schwerölgürtel Orinoco, wobei das Joint Venture Petroindependencia die Entwicklungsrechte für die benachbarten Blöcke Carabobo-1 und Carabobo-2-South-A erhält. Die Tochtergesellschaft von Chevron hält derzeit einen Anteil von 49 % an Petroindependencia.

Bereits im April dieses Jahres hatte Chevron seinen Arbeitsanteil an Petroindependencia auf 49 % erhöht und die Entwicklungsrechte für den Bereich Ayacucho 8 in der Nähe des Joint Ventures Petropiar erworben. Zusammen mit den im September neu hinzugekommenen zwei Carabobo-Bereichen erweitert das Unternehmen seinen Entwicklungsbereich im Schwerölgürtel Orinoco weiter. Laut Chevron-Daten ist die Produktion der drei venezolanischen Joint Ventures Petroindependencia, Petropiar und Petroboscán seit 2026 kumulativ um 15 % gestiegen.

Nach der neuesten Produktionsplanung erwartet Chevron, dass sich nach Erreichen einer Produktion von etwa 600.000 Barrel pro Tag in den betreffenden Joint Ventures eine weitere Plateauproduktion von 600.000 bis 700.000 Barrel pro Tag für 5 bis 10 Jahre etablieren lässt. Bonner erklärte, dieses Niveau entspreche einer ersten Wiederherstellungsphase auf Basis der bestehenden Ressourcen.

Die neuen Vertragsbedingungen räumen Chevron zudem das Recht ein, Streitigkeiten über internationale Schiedsverfahren beizulegen. Diese Regelung tritt gleichzeitig mit dem im September unterzeichneten neuen kommerziellen und rechtlichen Rahmen in Kraft und bildet eine der vertraglichen Voraussetzungen für Chevrons Kapitalinvestitionen, Bohr- und Produktionssteigerungspläne in Venezuela in den nächsten fünf Jahren.

Das von Chevron veröffentlichte Fünfjahresprogramm hat Zielkosten von unter 20 US-Dollar pro Barrel. Zu den bestehenden Venezuela-Vermögenswerten des Unternehmens gehören die Projekte Petroindependencia und Petropiar im Schwerölgürtel Orinoco sowie das Projekt Petroboscán im Bundesstaat Zulia; die zusätzlichen Bohrinseln werden in dieses Gesamtprogramm zur Produktionssteigerung einbezogen, doch Chevron hat noch keine Bohrinselkonfiguration für die einzelnen Joint Ventures und keinen konkreten Bohrzeitplan veröffentlicht.

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