Indiens IOL investiert 4,95 Mrd. Rupien in den Ausbau der Chemie- und Pharmaproduktion
de.wedoany.com-Bericht: Das indische Unternehmen Haldia Petrochemicals hat bekannt gegeben, dass es gemeinsam mit Lummus Technology ein Umbaukonzept für die bestehende Naphtha-Crackanlage vorantreibt, mit dem Ziel, den Anteil von Flüssiggas (LPG) am Crackereinsatz auf bis zu 30 % zu erhöhen. Das Unternehmen plant, das konkrete Umbaukonzept bis Ende 2026 abzuschließen, um die Rohstoffflexibilität zu erhöhen und das Versorgungsrisiko durch die einseitige Abhängigkeit von importiertem Naphtha zu verringern.

Der integrierte Petrochemiekomplex von Haldia Petrochemicals im indischen Bundesstaat Westbengalen verfügt über eine Naphtha-Crackanlage mit einer jährlichen Ethylenkapazität von 700.000 Tonnen sowie über nachgelagerte Produktionsanlagen für Polyethylen, Polypropylen, Butadien, Benzolextraktion und weitere Folgeprodukte. Der gesamte Standort umfasst zudem ein eigenes Kraftwerk mit 116 MW, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Rohstoff- und Produktleitungen zum Hafen und zählt zu den wichtigsten Petrochemieproduktionsstandorten im Osten Indiens.
Der Schwerpunkt dieses Umbaus liegt nicht auf der Errichtung einer zusätzlichen eigenständigen Crackanlage, sondern auf der Erweiterung der bestehenden Crackanlage um die Fähigkeit zur Verarbeitung von LPG als Einsatzstoff. Nach Abschluss des Umbaus kann Haldia Petrochemicals das Einsatzverhältnis zwischen Naphtha und LPG je nach Rohstoffversorgung und Preisänderungen anpassen. Der CEO des Unternehmens, Navanit Narayan, erklärte, dass derzeit mit Lummus eine technische Umrüstung geprüft werde, mit dem Ziel, eine LPG-Substitutionsfähigkeit von bis zu 30 % zu erreichen und den Umsetzungsplan bis Ende des Jahres festzulegen.
Zu den bestehenden langfristigen Naphtha-Lieferquellen des Unternehmens gehören QatarEnergy, Kuwait Petroleum Corporation und ADNOC Global Trading. Nach den jüngsten Störungen der Schifffahrt im Nahen Osten waren einige Lieferungen aus langfristigen Verträgen betroffen, und Haldia Petrochemicals wich zeitweise auf den Spotmarkt aus, um Rohstoffe zu ergänzen. Nach Abschluss der LPG-Umrüstung plant das Unternehmen, sowohl inländische als auch importierte LPG-Ressourcen zu nutzen, wobei die lokale Versorgung aus der Anlage von Indian Oil Petronas stammen kann, die an seinen Produktionsstandort angrenzt.
Neben der Rohstoffumrüstung der Crackanlage erweitert Haldia Petrochemicals derzeit auch seine Kapazitäten für nachgelagerte Chemieprodukte. Das Unternehmen verfügt derzeit über eine jährliche Chemikalienverarbeitungskapazität von etwa 491.000 Tonnen und eine Polymerverarbeitungskapazität von etwa 1 Million Tonnen und plant, im Oktober 2026 eine neue Phenol- und Acetonanlage in Betrieb zu nehmen. Die LPG-Anpassung der Crackanlage wirkt sich direkt auf das vorgelagerte Rohstoffsystem des gesamten Petrochemiekomplexes aus und beeinflusst die Rohstoffkonfiguration der nachfolgenden Ethylen- und nachgelagerten Polymerproduktion.
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