Die deutsche staatliche Energiegesellschaft SEFE erhöht die Gasspeicherung, um der Winternachfrage zu begegnen

2026-09-17 08:48
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de.wedoany.com-Bericht: Am 16. September erklärte die deutsche staatliche Energiegesellschaft SEFE, das Unternehmen habe eigenständig beschlossen, die Gasspeicherbestände zu erhöhen und die bereits gebuchten Kapazitäten der Untertagespeicher weiter zu befüllen. SEFE ist sowohl im Gasimport als auch im Gasspeichergeschäft tätig; die von ihr kontrollierte Speicherkapazität macht etwa ein Viertel der gesamten Gasspeicherkapazität Deutschlands aus. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der das Speicherniveau vor dem Beginn des Winters in Deutschland deutlich niedrig ist.

SEFE Storage, eine Tochtergesellschaft von SEFE, ist einer der führenden Gasspeicherbetreiber Europas und verwaltet derzeit ein Arbeitsgasvolumen von etwa 6 Milliarden Kubikmetern. Zu ihren Speicheranlagen gehören Einrichtungen in Rehden, Jemgum und weiteren Standorten in Deutschland; einen Teil der Speicherkapazität vermarktet sie über die Plattform PRISMA im Bieterverfahren. Bei der nun erhöhten Menge handelt es sich um die tatsächliche Einspeisung in bereits gebuchte Speicherkapazitäten, nicht um neu errichtete oder erweiterte Speicherkapazitäten.

Die Bundesregierung prüft parallel, die Gasreserven für den Winter über Marktmechanismen zu erhöhen. Regierungsangaben zufolge plant Deutschland, das Ausschreibungsvolumen für langfristige Optionen (Long Term Options, LTO) in diesem Herbst auszuweiten. Organisiert wird dies vom Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe, indem die Lieferfähigkeit von Marktteilnehmern vorab gesichert wird, um bei Bedarf auf Gasquellen zurückgreifen zu können. Die geplante zusätzliche LTO-Gasmenge steht noch nicht fest.

Die Bundesregierung stimmt sich zudem mit den staatlichen Energieunternehmen SEFE und Uniper ab, um bestehende Speicherkapazitäten weiter zu nutzen. SEFE erklärte, die Befüllung bereits gebuchter Speicherkapazitäten sei eine unabhängige unternehmerische Entscheidung des Unternehmens; Uniper erklärte, die Nutzung seiner Speicheranlagen liege weiterhin in der eigenverantwortlichen Entscheidung des Unternehmens nach wirtschaftlichen Bedingungen. Uniper teilte zugleich mit, dass in seinem Gashandelsgeschäft derzeit mehr Gas gespeichert sei als bei einigen anderen Marktteilnehmern.

Zum Anfang September lag die durchschnittliche Füllrate der deutschen Gasspeicher bei etwa 53 Prozent – der niedrigste Wert zum gleichen Zeitpunkt seit Beginn der entsprechenden Statistik vor 15 Jahren. Der deutsche Speicherverband INES berechnet, dass die deutschen Gasspeicher bei technisch möglichen Bedingungen und deutlich erhöhter Einspeisegeschwindigkeit bis zum 1. November maximal etwa 77 Prozent Füllstand erreichen könnten. Der Verband hatte zuvor gefordert, die Anreize für die Markteinspeisung durch langfristige Optionen und niedrigere Speicherkosten zu erhöhen.

Die geltenden deutschen Speichervorschriften verlangen, dass die meisten Speicheranlagen bis zum 1. November eine Füllrate von 80 Prozent erreichen; für die ausgewiesenen Speicheranlagen Rehden, Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Stockstadt und Uelsen liegt das Ziel bei 45 Prozent. Bis zum 1. Februar des Folgejahres liegt die Ziel-Füllrate für die meisten Speicheranlagen bei 30 Prozent. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, erklärte, dass bei dem derzeitigen Bestandsniveau das allgemeine Ziel von 80 Prozent zum 1. November nicht realistisch sei, und nannte LNG-Terminals als eine der zusätzlichen Gasversorgungsquellen für den Winter.

SEFE hat in den vergangenen Jahren zugleich sein langfristiges Angebotsportfolio für Gas und LNG erweitert. Das langfristige Abkommen mit ConocoPhillips sieht die Lieferung von bis zu 9 Milliarden Kubikmetern Gas über 10 Jahre vor; der jährliche Gasbedarf des Kundenportfolios liegt bei etwa 20 Milliarden Kubikmetern. Im September 2026 unterzeichnete SEFE zudem mit XRG und der Abu Dhabi National Oil Company eine Absichtserklärung über Gas- und LNG-Lieferungen, Infrastruktur, Transport und Markterschließung.

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