Am 2. Juli gab das Office of Gas and Electricity Markets (Ofgem) die vorläufige Genehmigung für einen umfangreichen Investitionsplan zum Ausbau des britischen Stromnetzes bekannt – das größte Projekt dieser Art seit den 1960er Jahren. Für den Bau des Hochspannungsnetzes wurden zunächst 8,9 Milliarden Pfund bereitgestellt, weitere 1,3 Milliarden Pfund stehen zur Verfügung, sodass sich die Gesamtfinanzierung auf 10,2 Milliarden Pfund beläuft.

Dies ist die erste Phase eines umfassenden 80-Milliarden-Pfund-Programms zur deutlichen Erhöhung der Übertragungskapazität, Verbesserung der Energiesicherheit und Verringerung der Abhängigkeit von den internationalen Gasmärkten. In den nächsten fünf Jahren werden im Rahmen des Programms 80 Übertragungsinfrastrukturprojekte in ganz Großbritannien unterstützt, darunter Stromleitungen, Umspannwerke und unterstützende Technologien.
Der Ausbau dürfte die derzeitigen jährlichen Netzinvestitionen vervierfachen. Mehr als 4.400 km Freileitungen werden modernisiert und 3.500 km neue Leitungen, darunter auch Offshore-Leitungen, errichtet. Diese Entwicklungen tragen zur Integration erneuerbarer Energien bei und unterstützen die breitere Nutzung flexibler Energiespeichertechnologien.
Das britische Amt für Gas- und Strommärkte (Ofgem) schätzt, dass das erweiterte Netz bis 2030 bis zu 126 Gigawatt saubere Energie liefern kann – genug, um Millionen von Haushalten mit Strom zu versorgen. Der Plan soll zudem das Wirtschaftswachstum durch Infrastrukturausbau und die Schaffung von Arbeitsplätzen ankurbeln.









