Die französische Energieregulierungsbehörde CRE hat kürzlich offiziell neue Ausschreibungsvorschriften für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden oder Dächern zwischen 100 und 500 kW veröffentlicht. Dieses Programm mit dem Namen „AOS oder PPE2 Petit PV Bâtiment Simplified Tendering“ ersetzt das aktuelle Ausschreibungsverfahren S21. Gemäß den Vorschriften können Projektentwickler vom 22. September bis 2. Oktober 2025 Gebote für die erste Runde einreichen; für 2026 sind fünf Ausschreibungsrunden geplant. In der ersten Runde werden 192 MW Leistung vergeben, was einen erheblichen Rückgang gegenüber dem vorherigen Niveau darstellt. Die CRE erklärte, die Verringerung des Umfangs sei auf das „deutliche Übererfüllen“ der Ziele in den letzten Jahren zurückzuführen. Die Gesamtleistung der fünf Ausschreibungsrunden im Jahr 2026 wird voraussichtlich 768 MW erreichen, was aber immer noch unter der im Rahmen von S21 im Jahr 2024 installierten Leistung liegt.

Die Ausschreibungsregeln legen fest, dass zukünftige Transaktionsvolumina dynamisch angepasst werden. Dabei werden aktuelle Auftragsanträge, die PPE3-Ziele der Nationalen Energiestrategie und die Abonnementpreise für ähnliche Bauausschreibungen berücksichtigt. Der Höchstpreis für die erste Ausschreibungsrunde wurde auf 0,095 € (0,110 US-Dollar) pro Kilowattstunde festgelegt und gilt für bestehende Gebäude, Neubauten und ähnliche Szenarien. Die Coalition for the Protection of Photovoltaics (CDPF) kritisierte jedoch, dass dieser Festpreis die Unterschiede in der Projektkomplexität nicht berücksichtigt. Bauträger müssen eine Kaution von 10.000 € über ein Kreditinstitut, eine Versicherung oder eine Garantiegesellschaft an den Staat zahlen oder auf das Konto der Caisse des dépôts et consignations (CDC) einzahlen.
Ab dem 1. Januar 2026 werden die neuen Vorschriften in Artikel 26 der Durchführungsbestimmungen zur Verordnung 2024/1735 des Net Zero Industry Act (NZIA) der Europäischen Union aufgenommen. Bieter müssen PV-Systeme mit mindestens drei widerstandsfähigen Komponenten (einschließlich Batterien und Modulen) und widerstandsfähigen Wechselrichtern verwenden, um die Einhaltung der EU-Standards für Energieresilienz zu gewährleisten. CRE betonte, dass dieser Schritt darauf abzielt, das Risiko von Überkapazitäten auszugleichen und die langfristige nachhaltige Entwicklung der Branche zu unterstützen.









