TotalEnergies-Konsortium erhält Zuschlag für Frankreichs größtes Offshore-Windprojekt
2025-09-26 10:07
Merken

Ein von TotalEnergies (TTEF.PA) geführtes Konsortium hat den Zuschlag für den Bau und die Entwicklung eines 1,5-GW-Offshore-Windparks vor der Küste der Normandie erhalten, Frankreichs bislang größtem Offshore-Windprojekt. Obwohl die Entscheidung der scheidenden Regierung in letzter Minute fiel, bevor wichtige Gesetze verabschiedet wurden, stärkt sie die Präsenz von Total Energy im französischen Sektor der erneuerbaren Energien erheblich. Zuvor hatte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit durch die schleppenden Genehmigungsverfahren in Frankreich im Vergleich zu denen in Großbritannien und Deutschland eingeschränkt gesehen. Dieses Windparkprojekt wird zum Ziel Frankreichs beitragen, seine Offshore-Windkapazität bis 2050 von 1,5 GW auf 45 GW zu steigern. Dieser Prozess wurde bisher durch das Fehlen eines überarbeiteten Energieplanungsgesetzes behindert.

Isabelle Patril, Chefin von Total Energy France, betonte auf einer Pressekonferenz: „Total Energy ist stolz darauf, in Frankreich zu investieren, aber es bedarf eines neuen Energieplanungsgesetzes, um die Erwartungen der Branche zu stabilisieren und das neue Ausschreibungsverfahren zu erleichtern.“ Der deutsche RWE-Konzern (RWEG.DE) hat sich entschieden, aus dem Konsortium auszusteigen. Ein Sprecher erklärte per E-Mail, dies sei auf eine umfassende Überprüfung des Projektportfolios zurückzuführen und stehe unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Dieser erfolgreiche Zuschlag ist Totals erstes Offshore-Windprojekt in Frankreich; zuvor wurden solche Projekte meist an Electricité de France (EDF) oder Teile des staatlichen Konzerns Engie (ENGIE.PA) vergeben.

Total verfügt derzeit über eine installierte Gesamtkapazität von 25 GW an erneuerbarer Energie, wovon nur 2 GW auf Frankreich entfallen. Das Unternehmen plant jedoch, diese Kapazität bis 2030 auf 4 GW zu erhöhen. Laut Total belaufen sich die Gesamtinvestitionen in das Projekt auf 4,5 Milliarden Euro (ca. 5,3 Milliarden US-Dollar), ohne Netzanschlusskosten. Der staatlich vorgeschriebene Strompreis beträgt 66 Euro pro Megawattstunde, eine erhebliche Erhöhung gegenüber dem letzten Angebotspreis, die die tatsächlich um 50 % gestiegenen Baukosten widerspiegelt. Nach Angaben der französischen Regierung kann der Windpark jährlich 6 Terawattstunden Strom erzeugen und damit den Strombedarf von 1 Million Haushalten decken. Total rechnet damit, Anfang 2029 eine endgültige Investitionsentscheidung zu treffen und 2033 offiziell den Betrieb aufzunehmen. Patril sagte, selbst wenn RWE sich zurückzieht, sei Total zuversichtlich, einen neuen Partner zu finden, da einige Entwickler Interesse bekundet hätten.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com