Das schwedische grüne Stahl-Startup Stegra gab am 12. Januar bekannt, dass es für seine geplante wasserstoffbasierte Stahlfabrik im Norden Schwedens eine erste wichtige Abnahmevereinbarung erhalten hat. Thyssenkrupp Materials Processing, ein Tochterunternehmen der deutschen Thyssenkrupp-Gruppe, wird ab 2027 nicht-primären Stahl aus der Fabrik kaufen.
Stegra-Geschäftsführer Stephan Frapper erklärte: „Für den Kapazitätsaufbau unserer Stahlfabrik ist es entscheidend, einen Partner für nicht-primären Stahl zu finden. Wir betrachten dies als den Beginn einer langfristigen Partnerschaft.“ Der in der Vereinbarung genannte wasserstoffbasierte Stahl ist ein Produkt von Stegra, das bei der Stahlerzeugung Wasserstoff anstelle fossiler Brennstoffe einsetzt. Als Nebenprodukt der Produktion erfüllt dieser nicht-primäre Stahl zwar nicht die höchsten Standards, eignet sich aber dennoch für eine Vielzahl industrieller Anwendungen.
Das wasserstoffbasierte Stahlwerkprojekt ist einer der wichtigsten Versuche in Europa, die tiefgreifende Dekarbonisierung der Stahlindustrie voranzutreiben. Die auf Wasserstoff basierende grüne Stahltechnologie steht jedoch vor Herausforderungen wie hohen Investitionskosten und Finanzierungsschwierigkeiten. Der Produktionsstart der Stegra-Fabrik wurde vom ursprünglich geplanten Termin auf 2027 verschoben. Um den Bau abzuschließen, sucht das Unternehmen nach einer Finanzierung in Höhe von etwa 1,1 Milliarden US-Dollar und rechnet damit, die entsprechenden Verhandlungen im ersten Quartal abzuschließen.
Thyssenkrupp bestätigte, dass die Zusammenarbeit ausschließlich den Stahleinkauf betrifft und keine finanzielle Beteiligung an Stegra beinhaltet.









