Das französische Unternehmen Arabelle Solutions wurde ausgewählt, um die Turbinen, Generatoren und zugehörige Dampfkreislaufausrüstung für Polens erstes Kernkraftwerk bereitzustellen. Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft des französischen Energiekonzerns EDF, wurde von dem für den Kraftwerksbau verantwortlichen US-Konsortium Westinghouse-Bechtel und dem polnischen Kernkraftwerksbetreiber PEJ offiziell bestätigt.

Der Standort des Kernkraftwerks befindet sich in der Region Lubiatowo-Kopalino an der polnischen Nordküste, wo drei Westinghouse-AP1000-Reaktoren gebaut werden sollen. Gemäß den aktuellen Plänen sollen die Bauarbeiten 2028 beginnen, wobei die erste Einheit voraussichtlich 2036 kommerziell in Betrieb gehen wird. Auf dem Höhepunkt der Bauarbeiten sollen etwa 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Marek Wąsik, Präsident des polnischen Unternehmens PEJ, betonte, dass Arabelle Solutions über eine solide Erfolgsbilanz und ein starkes Lieferantennetzwerk verfüge, zu dem auch polnische Unternehmen gehören. Gemäß dem Vertrag ist das Unternehmen für die Konstruktion, Herstellung und Installation der Turbogeneratoreinheiten verantwortlich. Die ersten großen Module mit einer Länge von etwa 70 Metern sollen voraussichtlich in etwa sieben Jahren geliefert werden.
Wojciech Froch, Sprecher für strategische Energieinfrastruktur der polnischen Regierung, erklärte, dieser Fortschritt zeige, dass Polens nukleare Vision langsam Wirklichkeit werde. Er wies darauf hin, dass das Projekt von der EU eine Finanzierungszusage in Höhe von etwa 14,2 Milliarden Euro erhalten habe, während die Gesamtinvestitionen auf etwa 42 Milliarden Euro geschätzt werden. Das Kernkraftwerk soll eine zentrale Rolle in Polens langfristiger Strategie für die Energiewende, die Verringerung der Abhängigkeit von Kohle und die Verbesserung der Energiesicherheit spielen.









