Eine neue Studie der Universität von Illinois in Urbana-Champaign zeigt, dass mehr Wald in Uferstreifen nahe Ackerland die Artenvielfalt an Land erhöht. Die Studie ergab, dass mit jeder 10-prozentigen Zunahme der Waldfläche die Anzahl der nachweisbaren Arten in dem Gebiet um eine Art steigt.

Das Forschungsteam nutzte die Umwelt-DNA-Metabarcoding-Technologie, um DNA-Fragmente von Landtieren in Wasserproben zu analysieren und so die Artenzusammensetzung bestimmter Gebiete zu bestimmen. Die Forscher analysierten Wasserproben von 47 Standorten in der Nähe von Ackerland mit unterschiedlichem Waldanteil in Zentral-Illinois. Studienleiter Eric Larson, außerordentlicher Professor am Institut für natürliche Ressourcen und Umweltwissenschaften, erklärte: „Wir beobachteten einen signifikanten Unterschied in der Artenzusammensetzung in Gebieten mit höherer Waldfläche. Wir wiesen einige Arten nach, die zum Überleben auf Wälder angewiesen sind. Dies unterstreicht die Vorteile von Uferstreifen für Agrarlandschaften.“ Die Studie zeigt, dass vollständig bewaldete Gebiete dreimal so viele terrestrische Wirbeltierarten beherbergen wie baumlose Gebiete. Neben häufigen Arten wie Waschbären wurden in der dicht bewaldeten Pufferzone auch DNA-Spuren von Arten wie dem Rotluchs und der Großen Braunen Fledermaus nachgewiesen. Olivia Reeves, Erstautorin der Studie, betonte, dass Uferpufferzonen nicht nur zum Erhalt der Biodiversität beitragen, sondern auch Bodenerosion verhindern und die Wasserqualität verbessern. Sie äußerte die Hoffnung, dass diese Forschung als Grundlage für die Förderung und Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz von Wald-Ufer-Pufferzonen im Mittleren Westen dienen wird.
Weitere Informationen: Titel: Umwelt-DNA quantifiziert die synergistischen Vorteile von Wald-Ufer-Pufferzonen für die terrestrische Biodiversität in Agrarlandschaften, veröffentlicht in: *Journal of Applied Ecology* (2025). Zeitschrifteninformationen: *Journal of Applied Ecology*















