Das amerikanische Agrartechnologieunternehmen Corteva Agriscience und das britische Start-up Resurrect Bio haben kürzlich eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung getroffen. Die Partner werden mithilfe von Geneditiertechnologien zusammenarbeiten, um Maissorten mit stärkerer Krankheitsresistenz zu entwickeln, um so den Krankheitsbedrohungen für die Maisproduktion in den USA zu begegnen.
Gemäß den Vereinbarungsinhalten wird Resurrect Bio seine auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform zur Merkmalsentdeckung bereitstellen. Diese Plattform identifiziert Schwachstellen im pflanzlichen Immunsystem durch die Analyse molekularer Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Krankheitserregern. Corteva wird sein umfangreiches Keimplasmaressourcen, seine fortschrittlichen Züchtungsprogramme sowie sein breites Netzwerk für Feldversuche beisteuern. Die finanziellen Bedingungen der Zusammenarbeit wurden von den beiden Unternehmen nicht offengelegt.
Diese Kooperation baut auf einer früheren Investition von Corteva in Resurrect Bio über seine Catalyst-Plattform auf und verdeutlicht, wie große Saatgutunternehmen aktiv den Anwendungsbereich biologischer und genetischer Technologien im Bereich des Pflanzenschutzes erweitern. Das Kernziel der Zusammenarbeit ist es, bestehende, durch die Evolution von Krankheitserregern allmählich unwirksam gewordene Krankheitsresistenzmechanismen im Mais zu identifizieren und wiederherzustellen, anstatt völlig neue Merkmale einzuführen.
Krankheitsprobleme stellen eine anhaltende Herausforderung für die Maiserträge in den USA dar. Branchendaten zeigen, dass die durch Krankheiten verursachten Maisertragsverluste im Jahr 2025 etwa 1,29 Milliarden Scheffel betrugen. Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, Maishybride zu entwickeln, die unter anhaltendem Krankheitsdruck stabile Leistungen erbringen können. Dies könnte die Abhängigkeit von chemischen Pflanzenschutzmitteln verringern, jedoch wurde ein konkreter Zeitplan für die Kommerzialisierung noch nicht bekannt gegeben.
Für Corteva bereichert diese Vereinbarung seine Pipeline zur Entwicklung von Merkmalen zur Verbesserung der Stresstoleranz von Kulturpflanzen und hilft, den zunehmend komplexen Wetterveränderungen und Krankheitserregerdynamiken zu begegnen. Für Resurrect Bio bietet die Zusammenarbeit Zugang zu einer groß angelegten Züchtungs- und Validierungsinfrastruktur und beschleunigt so die Umsetzung seiner frühen Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung im Feld.









