de.wedoany.com-Bericht: Nach einem nassen Frühjahr mit wechselhaften Kälte- und Wärmeperioden hat sich der Aussaatfortschritt bei Sommerweizen in den USA weitgehend normalisiert. Bis zum 3. Mai waren in North Dakota 19 % ausgesät, in South Dakota 69 %, in Minnesota und Montana 20 % bzw. 35 %. Das Gesamttempo nähert sich dem Fünfjahresdurchschnitt an und mildert die Sorgen über den schleppenden Start.
Allerdings zeichnen sich im Westen North Dakotas erste Anzeichen von Trockenheit ab. Erica Olson, Marketing- und Forschungsleiterin der North Dakota Wheat Commission, sagte: „Viele Erzeuger stimmen mit den Ergebnissen des Dürremonitors nicht überein. Sie sind überrascht, dass die Karte keine Dürrefarben anzeigt, insbesondere im Nordwesten und mittleren Westen, denn diese Gebiete haben nur begrenzte Niederschläge erhalten und beginnen bereits auszutrocknen." Obwohl der offizielle Dürremonitor für den Bundesstaat weitgehend Dürrefreiheit anzeigt, deuten die Rückmeldungen aus der Praxis auf eine komplexere Lage hin.
Die aktuellen Bodenfeuchtedaten zeigen ebenfalls ein gespaltenes Bild. In North Dakota ist die Bodenfeuchte im Oberboden auf 70 % der Fläche ausreichend, in Montana hingegen weisen 45 % der Flächen einen Mangel und 33 % einen starken Mangel auf. Olson wies darauf hin, dass frühe Trockenheit keinen Schaden anrichtet, wenn nach dem Auflaufen rechtzeitig Regen fällt; hält die Trockenheit jedoch bis in den späten Frühling an, könnte dies die Ertragsaussichten schmälern. Da die kurzfristigen Prognosen geringere Niederschläge vorhersagen, nimmt die Aufmerksamkeit des Marktes für Wetteränderungen zu.
Was die Anbaufläche betrifft, so prognostizierte das US-Landwirtschaftsministerium Ende März eine landesweite Sommerweizenanbaufläche von 9,4 Millionen Acres, ein Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr. In North Dakota beträgt der Rückgang 8 %, der niedrigste Stand seit über 50 Jahren. Olson zufolge decken sich die Informationen aus der Praxis bis zum 6. Mai noch mit dieser Prognose. „Wir hören, dass die Sommerweizenfläche abnimmt, aber das genaue Ausmaß ist noch unklar. Viele Landwirte haben bereits im Voraus Dünger gekauft und werden ihre Anbaupläne daher nicht drastisch ändern; die Anpassungen dürften marginal bleiben."
Die Lage bei Hartweizen ist etwas unsicherer. Die Aussaat dieser Kultur ist später dran als die von Sommerweizen; bis zum 3. Mai waren in North Dakota erst 13 % und in Montana 18 % ausgesät. Die höhere als erwartete Saatgutnachfrage hat Diskussionen darüber ausgelöst, ob die tatsächliche Fläche über der offiziellen Prognose liegen könnte, die derzeit einen Rückgang der US-Hartweizenfläche um 11 % gegenüber dem Vorjahr vorhersagt. Preislich gesehen stagniert Hartweizen relativ, der Preisabstand zu Sommerweizen ist nicht ausgeprägt, was für die Erzeuger nicht die Norm ist.
Insgesamt wird die weitere Entwicklung bei Sommerweizen vom Zusammenspiel zwischen dem Abschluss der Aussaat, Flächenanpassungen und der räumlich-zeitlichen Verteilung der Niederschläge abhängen. Die Regenfälle in den trockeneren Gebieten der nördlichen Plains in der kommenden Zeit werden dabei ein entscheidender Wegweiser sein.
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