Am 23. März wurde bekannt, dass Indien gemäß einer Regierungsanweisung Tata Power angewiesen hat, sein 4-Gigawatt-Importkohlekraftwerk im westlichen Bundesstaat Gujarat vom 1. April bis zum 30. Juni mit voller Kapazität zu betreiben. Grund dafür ist die hohe Stromnachfrage im Sommer.
Die Anweisung macht deutlich, dass die Stromerzeugung der Importkohlekraftwerke erhöht werden muss, um eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen. Falls nötig, könnte die Regierung die Anordnung zum Betrieb mit voller Kapazität zwischen April und Juni auch auf andere Importkohlekraftwerke ausweiten.
Derzeit erwartet Indien in den kommenden Monaten einen Spitzenstrombedarf von etwa 270 Gigawatt, was einen historischen Höchststand darstellt und über dem Wert von etwa 242 Gigawatt im Fiskaljahr 2025-2026 liegt. Um Stromengpässe zu vermeiden, ergreift Indien Maßnahmen, um die Stromerzeugung der Importkohlekraftwerke zu steigern.
Darüber hinaus hat die Regierung von Gujarat kürzlich ein überarbeitetes Stromabnahmevertrag mit Tata Power genehmigt, was den Weg für die Wiederaufnahme der langfristigen Stromversorgung durch dieses Kraftwerk ebnet. Zuvor war das Kraftwerk in den letzten sechs Monaten aufgrund hoher Importkohlekosten und fehlender Stromabnahmeverträge weitgehend stillgelegt.









