Das norwegische Öl- und Gasunternehmen Aker BP hat eine Vereinbarung mit Armada getroffen, um modulare Rechenzentren auf Offshore-Bohrinseln im norwegischen Festlandsockel zu installieren. Dies ermöglicht die sofortige Verarbeitung und Analyse von Bohrdaten.
Gemäß der Vereinbarung wird Armada seine speziell für Offshore-Umgebungen entwickelten modularen Galleon-Rechenzentren bereitstellen, um die Rechenleistung der Plattformen selbst zu erhöhen. Das System ist darauf ausgelegt, mit den typischen Konnektivitätsbeschränkungen auf See umzugehen, die Abhängigkeit von landgestützten oder Cloud-Einrichtungen zu verringern und so Verzögerungen bei der Datenverarbeitung und Entscheidungsfindung zu vermeiden.
Durch die lokale Datenverarbeitung vor Ort können Bohrteams große Mengen an Untergrunddaten in Echtzeit verarbeiten, die Reaktionsgeschwindigkeit von Operationen erhöhen und die durch Datenübertragung verursachte Latenz verringern. Die Plattform wird auch den Einsatz lokaler KI-Modelle unterstützen, die darauf abzielen, potenzielle Geräteausfälle vorherzusagen, ungeplante Stillstände zu reduzieren und die Betriebskontinuität bei instabiler Verbindung aufrechtzuerhalten.
Darüber hinaus nutzt diese Lösung ein standardisiertes Edge-Computing-Framework, das verstreute IT- und OT-Systeme durch eine einzige Plattform ersetzt. Es wird erwartet, dass dieser Ansatz die Cybersicherheits- und Compliance-Prozesse vereinfacht, gleichzeitig effektivere Fernüberwachung, -wartung und Systemupgrades fördert und den Bedarf an manuellen Eingriffen vor Ort reduziert.
Die erste Installation ist als Demonstrationsprojekt auf einer Bohrinsel mit einer Galleon-Einheit geplant. Aker BP und Armada beabsichtigen, dieses Modell als Blaupause für die Ausweitung auf weitere Anlagen zu nutzen, um eine besser wiederholbare und skalierbare Offshore-Digitalinfrastruktur aufzubauen und die weitere Anwendung von Fern- und autonomen Betriebsweisen voranzutreiben.









