Die Gasunie-Tochter Hynetwork Services hat kürzlich in Rotterdam Maasvlakte, Niederlande, den ersten Anschluss eines großen Wasserstoffwerks an das Wasserstoffnetz vollendet. Dies markiert das erste Mal, dass ein Produzent von grünem Wasserstoff direkt an die nationale Wasserstoffinfrastruktur angeschlossen wird. Die Verbindungsstelle, bekannt als „Goldene Schweißnaht“, befindet sich zwischen dem 200-Megawatt-Wasserstoffwerk Holland Hydrogen 1 und der Wasserstoffpipeline und wurde von der Firma Hanab ausgeführt. Dieser Fortschritt ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des niederländischen Wasserstoffnetzes, das darauf abzielt, inländische Industrien zu verbinden und die Integration mit ausländischen Industrien zu fördern, um eine entscheidende Unterstützung für die Dekarbonisierung der Industrie in den Niederlanden und der Region Nordwesteuropa zu bieten.
Dieser Anschluss basiert auf dem ersten, früher in diesem Jahr fertiggestellten 32 Kilometer langen Abschnitt der Wasserstoffpipeline, der bereits mit grünem Wasserstoff gefüllt und auf den vorgeschriebenen Druck gebracht wurde. Hynetwork Services war für den Bau dieser Pipeline verantwortlich. Ihr Verlauf verläuft größtenteils parallel zur Autobahn A15 innerhalb des bestehenden Energiekorridors, in dessen Nähe sich auch andere Infrastrukturen wie die CO2-Pipeline für das Porthos-Projekt konzentrieren. Die Entwicklung der ersten Wasserstoffpipelinetrasse erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Porthos-Projekt. Auf einer 19 Kilometer langen Strecke verlaufen die Wasserstoff- und die CO2-Pipeline nur 40 Zentimeter voneinander entfernt, was eine effiziente Raumnutzung demonstriert.
Jan Willem Rongen, Projektleiter für das Wasserstoffnetz in Rotterdam, erklärte: „Wir haben diese Projekte so eingerichtet, um sicherzustellen, dass sie sich so wenig wie möglich gegenseitig beeinträchtigen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hynetwork Services, Porthos und ihren Baupartnern HANAB und Denys ermöglichte es uns, Zeitpläne abzustimmen, schwierige Bereiche zu bewältigen und gemeinsam die Sicherheit zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit war entscheidend für unseren Erfolg: Es ist ein großer Erfolg für uns alle.“ Seine Aussage unterstreicht die zentrale Rolle der multilateralen Zusammenarbeit beim Vorantreiben des Projekts.
Dieser erste Anschluss stellt einen bedeutenden Fortschritt im Aufbau des nationalen Wasserstoffnetzes dar. In den kommenden Jahren soll die Infrastruktur durch die Einbindung weiterer Produzenten und Verbraucher weiter ausgebaut werden. Das Ziel von Gasunie ist es, ausgehend von diesem initialen Anschluss im Hafen von Rotterdam schrittweise ein landesweites und letztendlich internationales Wasserstoffnetz aufzubauen, das die Industriecluster Nordwesteuropas verbindet, um die regionale Energiewende und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.









